«Nacktschnecken» im Museümli

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Die 25-jährige Alexandra Feusi stellt im Museümli aus. (Bild: PD)

Die 25-jährige Alexandra Feusi stellt im Museümli aus. (Bild: PD)

Buchs «Der arme Käfer, den dein Fuss zertritt, fühlt körperlich ein Leiden ganz so gross, als wenn ein Riese stirbt.» Eine junge Künstlerin wirbt 2017 mit einem Zitat von William Shakespeare aus dem Jahr 1603 für ihre kommende Ausstellung? Richtig! Wie genau es dazu kommt, will vor der Ausstellung im Museümli nicht verraten sein. Nur so viel: Es sind die alltäglichen Themen, vorwiegend aus Gesellschaft und Kultur, aus denen die 25-jährige Alexandra Feusi ihre Inspiration schöpft, um daraus nicht Alltägliches zu kreieren. Eine Auswahl ihres vielfältigen und kreativen Schaffens – «Tiefdrucke und eine einzigartige Installation, die mich viel Zeit, Geduld und Ausdauer kostete» – zeigt die Zürcherin am 2. September im Buchser Altendorf. Einige ihrer Werke entstehen extra für diese Ausstellung. Doch es ist nicht nur die pure Freude am Erschaffen, die sie antreibt. Vielmehr geht es der Künstlerin auch darum, die Betrachter zum Nachdenken anzuregen. So beinhalten ihre Werke auch immer eine Botschaft, die sie gerne mit einer Prise Ironie und in ­Metaphern ausdrückt.

«Alles, was ich sehe, höre, fühle und wahrnehme, fliesst in meinen Werken zusammen», sagt Feusi, die an der Zürcher Hochschule der Künste Art Education studiert und kürzlich von einem Austauschsemester an der Akademie der bildenden Künste in Wien zurückkehrte. Ihr ausgeprägt bildhaftes Denken verdankt sie in erster Linie ihren Tagträumen, denen sie sich gerne hingibt. Dadurch entstehen Bilder in ihrem Kopf, die sie als Vorlage für ihre Zeichnungen und Malereien nutzt. (pd)

Ausstellung

Alexandra Feusi, «Nacktschnecken», 2. September 2017, Vernissage 10 Uhr, Finissage 18 Uhr. Im Museümli an der Altendorferstrasse (bei Mühle Senn) in Buchs.