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Nackt hinter dem Steuerrad

Der Strassenverkehr ist gesetzlich klar geregelt. Wenn es aber um die Kleidung hinter dem Steuer geht, gibt es keine Vorschriften. So kontrolliert die Polizei im Kanton St. Gallen hie und da auch nackte Autofahrer.
Ruth Frischknecht
Was man am Steuer tragen darf oder eben nicht, schreibt kein Gesetz vor. Wichtig ist allein, dass die Kleidung die Sicht nicht beeinträchtigt. (Bild: fotolia)

Was man am Steuer tragen darf oder eben nicht, schreibt kein Gesetz vor. Wichtig ist allein, dass die Kleidung die Sicht nicht beeinträchtigt. (Bild: fotolia)

Sobald die Temperaturen steigen, werden die Hosen kürzer und die T-Shirts knapper. Die Leute zieht's zur Abkühlung in die Badi, an den nächsten Bach oder an den See. Den Weg dorthin legen viele mit dem Auto zurück – und tragen dazu Flip-Flops oder Schlarpen. Doch was, wenn die Polizei das sieht?

Mit Berg- oder Stöckelschuh

«Es gibt kein Gesetz, das regelt, welche Schuhe man am Steuer tragen darf. Das liegt in der eigenen Verantwortung», sagt Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen. «Es gibt keine Busse für ungeeignete Schuhe.» Der Autofahrer oder die Autofahrerin müsse Kupplung, Brems- und Gaspedal aber jederzeit gut und sicher bedienen können. Wer verunfallt und dabei Flip-Flops, Stöckelschuhe oder Bergschuhe trug oder barfuss unterwegs war, hat mit Konsequenzen zu rechnen. «Es kann gut sein, dass die Versicherung in diesem Fall Leistungen kürzt.» Die Polizei weist deshalb bei Kontrollen auf unpassende Schuhe hin.

Und was ist mit der Kleidung? «Auch da gibt es kein Gesetz, das regelt, was man hinter dem Steuer zu tragen hat und was nicht», sagt Rezzoli. Wichtig sei, dass man durch die Kleidung nicht behindert werde, vor allem nicht in der Sicht. In seltenen Fällen halte die Polizei bei Kontrollen sogar nackte Autofahrer an. «Diese Personen werden genau überprüft, da es sich unter Umständen um ein sexuell motiviertes Verhalten handelt.» Falls dem so ist, wird die Person angezeigt.

Helm als wichtiger Schutz

Auch für Velofahrer gibt es fast keine Vorschriften, was die Kleidung anbelangt. Während Töfffahrer einen Helm tragen müssen, ist der Kopfschutz Velofahrern nur empfohlen. «Wir rufen jedoch dazu auf, auch auf dem Velo oder E-Bike immer einen Helm zu tragen», sagt Polizeisprecher Rezzoli. Gerade auch mit E-Bikes ereigneten sich immer wieder schwere Unfälle, und der Aufprall auf dem Boden sei wegen des hohen Tempos, das die E-Bikes erreichen, sehr heftig. «Der Helm ist ein wichtiger Schutz, auch wenn er nicht vorgeschrieben ist – ausser bei der höheren E-Bike-Kategorie.» Generell ereigneten sich in der wärmeren Jahreszeit mehr Unfälle, sagt Rezzoli. Bei schönem Wetter sei auf der Strasse viel los. «Bei mehr Verkehr steigt auch die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls.» Andererseits verleiteten die trockenen Strassen Auto- und Töfffahrer offenbar dazu, Gas zu geben. «Das schlägt sich dann nicht nur bei den Geschwindigkeitskontrollen, sondern auch bei den Unfällen nieder», so Rezzoli.

Es sei zudem auffällig, dass sich besonders zu Beginn der Motorradsaison Unfälle häufen. Die Polizei mache die Töfffahrer deshalb darauf aufmerksam, nur mit gut gewarteten Maschinen auf die Strasse zu gehen und am Anfang der Saison vorsichtiger zu fahren «und nicht am ersten Tag schon voll in die Kurven zu liegen».

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