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Nachbarn sind besser als Schreck

«Leserbrief Volg-Referendum: Frist läuft»», W&O vom 17. Januar 2018
Walter Götti, Profasonweg 1, 9476 Fontnas

Im Beitrag zur Einbruchsprävention kann man sehr viel zur eigenen Sicherheit lernen. Mit der empfohlenen Schock-beleuchtung auf allen Seiten des Hauses bin ich allerdings ganz und gar nicht einverstanden, wegen der nachbarschaft-lichen Beziehungen und nicht zuletzt auch aus sicherheits-technischen Überlegungen.

Gute Nachbarn als Vorsorge gingen im Beitrag vergessen. Sie leisten meiner Meinung nach einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit, nicht nur gefühlsmässig!

In England schlenderte ich vor ein paar Jahren durch ein Wohnquartier. Dort begegnete mir ein Schild mit der Aufschrift «This is a Neightbourhood Watch Area». Auf dem Schild ist ein Polizist mit einer Familie abgebildet. Die Aussage dieses Schildes verstehe ich etwa so: hier achten die Nachbarn aufeinander. Aussergewöhn- liche Vorgänge werden sofort bemerkt und entsprechende Massnahmen getroffen – für Einbrecher ist das ganz sicher keine Einladung, hier aktiv zu werden.

Kontraproduktiv ist es sicher, wenn die Aussenbeleuchtung die Nachbarn verärgert und dadurch deren Unterstützung verhindert. Beispiele: Die Bewegungsmelder werden schon aktiv, wenn der Nachbar seinen eigenen Garten betritt, jemand auf der Strasse vorbei geht oder gar bei jeder Katze, die in dessen Nähe kommt. Bewegungsmelder schalten oft auch bei Wind ein, wenn sich Äste bewegen.

Gute Leuchten strahlen von oben nach unten, blenden niemanden und strahlen nicht in Gärten und Fenster der Nachbarn. Sonst schliessen diese verärgert ihre Fenster- läden und beobachten nichts mehr in der Nachbarschaft. Gute Aussenbeleuchtung bedarf darum einer professionellen Planung und sorgfältigen Einstellung.

Dies ist gar nicht so einfach, denn leider entsprechen die meisten in Baumärkten zu kaufenden Aussenleuchten diesen Anforderungen überhaupt nicht. Selbst Elektriker sind oft wenig für die Problematik sensibilisiert. Jedenfalls würde ich allen empfehlen, die eigene Beleuchtung auch mal aus Nachbars Perspektive zu betrachten.

Eine Schockbeleuchtung dürfte, wie eine Alarmanlage, wirklich nur dann in Aktion treten, wenn sich jemand unerlaubterweise am Haus zu schaffen macht. Alle paar Minuten aufleuchtende blendend helle Lampen oder ein Haus, das samt Umgebung die Nacht zum Tag macht, ist wirklich ein Schreck, aber nicht nur für Einbrecher.

Walter Götti, Profasonweg 1, 9476 Fontnas

Wo sind die Zebrastreifen geblieben?

«Buchsaktuell» berichtete über die im Laufe von 2017 realisierten Verkehrsberuhigungsmassnahmen:

In Wohnquartieren und rund um Schulanlagen gilt neu Tempo 30, angezeigt durch Tafeln wie in «Buchsaktuell» abgebildet: «Zone 30 (www.jesus.ch)» – wozu ein Weblink auf solchen Tafeln?

Vor dem Schulhaus Hanfland zum Beispiel wurde der Fussgängerstreifen als Grünfläche übermalt, damit die Kinder von einem breiteren Überquerungsraum profitieren.

Andernorts hingegen wurde die gelbe Farbe der Streifen entfernt. So gibt es in Buchs Nord keine offiziellen Fussgängerstreifen mehr. In demselben «Buchsaktuell» werden Eltern aber aufgefordert, ihre Kinder auf dem Schulweg auf Fussgängerstreifen hinzuweisen!

Fakt ist: Das freie Überqueren der Strasse ist auch bei Tempo 30 für Jung und Alt gefährlich – und wer haftet bei einem Unfall?

Ausserdem: Die Nutzung des ÖV an der rege befahrenen Langäulistrasse ist gefährlich: Das Schild «Tempo 60» steht direkt vor der Haltestelle NTB/BZB, wo Lehrlinge, Studierende, Lehrpersonen, Angestellte und Anwohner bei den Bussen der Linie 300 (Altstätten–Buchs) ein- und aussteigen. Einen offiziellen Fussgängerstreifen gibt es nicht, auch kein korrektes Trottoir entlang der nördlichen Strassenseite.

Die Einfahrt Brunnenstrasse in die Langäulistrasse ist unübersichtlich: Von rechts auf dem Trottoir herannahende Fussgänger, Velos, E-Bikes oder Mofas sieht man erst, wenn das eigene Fahrzeug schon zur Hälfte auf demselben Trottoir steht. Es ereigneten sich schon Unfälle, prekäre Situationen und Kollisionsgefahren ergeben sich täglich.

Die «Flaniermeile» Bahnhofstrasse darf nur mit Tempo 20 befahren werden. Wer in Geschäften an den direkten Nebenstrassen einkauft, muss sich vorsehen, denn da gilt eine Tempobegrenzung auf 50 km/h.

Gelbe Fussgängerstreifen in allen Quartieren und bei Bushaltestellen, Entschärfung von unübersichtlichen Einfahrten sowie Tempolimitierung bei Strassen mit regem Passanten-aufkommen sollten zur Sicherheit aller Verkehrsteil- nehmenden dringlich realisiert werden.

Ursula Mägerle, Brunnenstrasse 5, 9470 Buchs

Volg-Kauf durch Gemeinde ist gut

Im Leserbrief wirbt Meinrad Stalderfür das Referendum und damit gegen den Kauf der Volg-Liegenschaft in Sax für 700000 Franken. Er kann nicht verstehen, dass die Gemeinde Geld ausgibt, um Dorfläden vor dem «Aus» zu retten, weil deren Aussichten fraglich seien, eine Rendite zu erarbeiten. Und er empfiehlt dem Gemeinderat, das Geld besser in eine Bahnunterführung zu investieren, welche dringender sei. Welche?

1970 hatte Haag einen kleinen Dorfladen von Coop in einer provisorischen Baracke, alle anderen Dörfer der Gemeinde hatten zwei bis drei Spezereiläden. 1972 wurde in Haag das Einkaufszentrum gebaut. Die Dorfläden schlossen, einer nach dem andern. Wer nicht oder nicht mehr mobil war, musste sich organisieren und zum Beispiel mit dem Postauto nach Gams, um dort einzukaufen.

Volg erkannte die Situation und eröffnete die Läden in Sennwald und Sax. Im Volg in Sax ist heute auch eine Ablage der Post installiert. Das Untergeschoss wird vom Zivilschutz genutzt. Sennwald und Sax haben ihren Laden, und auch Frümsner tätigen viele Einkäufe dort, unterstützt durch die inzwischen sehr gute Busverbindung.

Die Menschen werden immer älter und verlieren ihre Mobilität. Wie schön ist das für sie, im Dorf einzukaufen, ihre Post zu erledigen und noch einen Schwatz zu halten.

Ich finde, der Gemeinderat hat mit weiser Voraussicht den Kauf ins Auge gefasst, um im Dorf die wichtigsten Lebensmittel und im Fall Volg auch die Post erledigen zu können. Das gehört auch zu «Sennwald, einfach l(i)ebenswert».

Friedrich Tinner-Göldi, Giessenstrasse 20, 9469 Haag

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