Mutter gesteht Tötung – Behörde unter Druck

FLAACH/ST. GALLEN. Nach dem Tötungsdelikt an zwei kleinen Kindern im zürcherischen Flaach wird die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) massiv bedroht. Die Polizei riet den Verantwortlichen gestern, nicht vor die Medien zu treten.

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FLAACH/ST. GALLEN. Nach dem Tötungsdelikt an zwei kleinen Kindern im zürcherischen Flaach wird die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) massiv bedroht. Die Polizei riet den Verantwortlichen gestern, nicht vor die Medien zu treten. Die Drohungen gegen Mitarbeiter sind per Mail und über soziale Medien eingegangen. Es gebe darunter auch Inhalte, die strafrechtlich weiterverfolgt würden, hiess es in einer Mitteilung.

Für Unmut sorgt vor allem die in Medien aufgeworfene Frage, weshalb die Grosseltern die beiden Kinder nicht zu sich nehmen durften. Derweil hat die 27jährige Mutter der getöteten Kinder gestern nachmittag die Tat gestanden. Das sagte ihre Anwältin auf TeleZüri.

Die Kesb betonte in einer Mitteilung, es gebe nach wie vor keine Hinweise darauf, dass die akute Gefährdung der beiden Kinder durch ihre eigene Mutter hätte erkennbar sein sollen. Dennoch soll die für den Fall zuständige Kesb Winterthur-Andelfingen nun wegen des zweifachen Tötungsdelikts unter die Lupe genommen werden: Der Zürcher Regierungsrat verlangt innerhalb von zwei Wochen einen Bericht über die Vorkommnisse. (sda) • THEMA 13+15