Musterzimmer zum Testen

Auf Parkplätzen beim Spital Grabs wird derzeit ein Muster-Patientenzimmer eingerichtet. Hier wird die Funktionalität und Materialisierung für alle Regionalspital-Neubauten getestet.

Thomas Schwizer
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Im Musterzimmer werden Tests zur Bautechnik, für betriebliche Abläufe, aber auch für die Eignung von Belägen zur Reinigung durchgeführt. (Bild: Thomas Schwizer)

Im Musterzimmer werden Tests zur Bautechnik, für betriebliche Abläufe, aber auch für die Eignung von Belägen zur Reinigung durchgeführt. (Bild: Thomas Schwizer)

GRABS. Rund 970 Mio. Franken kosten die Spitalbauvorhaben, welche in den nächsten Jahren im Kanton St. Gallen realisiert werden – mit dem Segen des Stimmvolks. Über 400 Mio. davon kosten allein die Erneuerungen und Neubauten der Regionalspitäler in Grabs (137 Mio.), Wattwil (85), Uznach (98) und Altstätten (85).

Im Verhältnis dazu seien die rund 100 000 Franken sinnvoll investiert, welche das Muster-Patientenzimmer beim Spital Grabs kostet. Sie seien im Kredit für den Neubau des Spitals enthalten, sagt Claudia Eugster von der Kommunikationsstelle im Baudepartement des Kantons St. Gallen auf Anfrage des W&O. Solche Musterzimmer würden bei komplexen Bauten häufig erstellt.

Abläufe werden «heiss» getestet

Das «Muster» in Grabs – es wird voraussichtlich im Juni fertiggestellt – diene auch für bautechnische Überlegungen bei den anderen Spitälern. Die neuen Zimmer würden dort ähnlich ausgeführt. Es sei deshalb nicht vorgesehen, bei allen ein Musterzimmer zu erstellen.

Ziel sei es, vor der Realisierung der neuen Zimmer – alleine im Spital Grabs gebe es rund 70 davon – herauszufinden, ob sie wirklich optimal geeignet sind. Die Tests beziehen sich nicht nur auf die Bautechnik, sondern auch auf betriebliche Abläufe. «So wird beispielsweise geprüft, wie ein Pflegebett im und aus dem Zimmer bewegt werden kann und wie funktional das Badezimmer für Rollstuhlfahrer ist», erklärt Claudia Eugster. Ausserdem teste man die Materialisierung. So könnten verschiedene Boden- und Wandbeläge geprüft werden, auch in Bezug auf die Reinigung.

«Ziel ist es, ein Patientenzimmer zu erstellen, welches das Wohl der Patienten im Vordergrund hat und gleichzeitig die weiteren Anforderungen bestmöglich erfüllt», führt sie weiter aus.

Neubau: Spatenstich steht bevor

Bereits Mitte Februar konnte beim Spital Grabs der provisorische, 1,5 Mio. Franken teure Bau für die Magnetresonanztomographie bezogen werden (der W&O berichtete). Er wird bis 2021, bis zur Fertigstellung der Radiologie im Neubau, genutzt.

Schon Anfang April wird laut Claudia Eugster der Spatenstich für den Neubau des Spitals Grabs stattfinden. Bevor mit dem Baustellenaushub gestartet werden kann, muss die Erschliessung der Baustelle erstellt werden.