Musik als ein bleibender Wert

Diesen Freitag kommt das neue Album von The Pearlbreakers in die Läden. Die Band mit Musikern aus Buchs und dem Sarganserland hat ein qualitativ geschliffenes Werk produziert, das am Freitag im Alten Kino Mels getauft wird.

Armando Bianco
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The Pearlbreakers sind Dominik Eberle, Fabian Eberle, Raphael Felber und Alessandro Rosi. (Bild: pd)

The Pearlbreakers sind Dominik Eberle, Fabian Eberle, Raphael Felber und Alessandro Rosi. (Bild: pd)

BUCHS/SARGANS. Dass Musiker während Interviews hin und wieder aufs Smartphone äugen, gehört wohl ein bisschen zur Etikette. Doch diese Nachricht ist ein Treffer. «Eine Interview-Anfrage aus der Westschweiz», sagt der in Sargans wohnhafte Bassist Raphael Felber halb vergnügt, halb ernüchtert. «Französisch ist zwar nicht unbedingt meine Stärke, aber das machen wir schon irgendwie», erwidert der Buchser Sänger Alessandro Rosi in lockerer Manier.

Die beiden prägenden Köpfe von The Pearlbreakers sind derzeit gefragt im Musikbusiness. Die Veröffentlichung des zweiten Albums steht wenige Tage bevor. «For the time you live» heisst das Werk, welches den Erfolg aus dem vergangenen Jahr weiterführen soll. Diesen Freitag kommt das zweite Album erstmals in die Läden, und gleichentags wird der Silberling im Alten Kino Mels getauft. Eine grosse Party mit packendem Sound soll es werden, mit viel Drum und Dran, allem voran aber ein gut gelauntes Publikum.

Ein Qualitätssprung

«For the time you live» – der Titel des Albums ist vielsagend. Er steht für Dinge, die im Leben verankert sind, die sich nicht mehr wegdenken lassen, dem Streben nach der Erschaffung von etwas, das von bleibendem Wert ist, den Kampf gegen das Vergessen. Die Band hat enorm viel Energie, Gedanken, Zeit, Schweiss, Kraft und Kreativität in das neue Werk investiert.

Die elf Songs sind ein hörbarer Qualitätssprung. Die inspirierte Zusammenarbeit mit Leuten vom Fach (Thomas Fessler, Olli Bösch und andere) verleihen dem Album den Hauch von Professionalität, der vor einem Jahr noch gefehlt hat. «Griffig-melodiöser Gitarren-Pop-Rock» heisst das dann in der Bio der 2010 gegründeten Band. Vielseitiger, tanzbarer Alternative-Rock könnte man es ebenso nennen.

Die Handschrift der Band hat mit frischen harmonischen Elementen mehr Schwung erhalten. Die griffigen Basslines und der unverwechselbare Gesang kommen von Raphael Felber und Alessandro Rosi, an der Gitarre und an den Drums steuern Dominik Eberle und Fabian Eberle ihr Können bei. Zudem gibt die Zusammenarbeit mit Bläsern und Streichern dem Sound noch mehr Luft und Charakter. Die aktuelle Single «Sometimes» hat deshalb veritables Ohrwurm-Potenzial.

Bewährtes neu definiert

Handwerk – das Wort fällt in diesem Gespräch immer wieder. Handwerk bedeutet in der Welt der beiden Musiker: Songwriting, Instrumente, Geräte, Ideen. «Das zweite Album war definitiv eine grössere Herausforderung als unser Erstling. Nicht nur wegen den Erwartungen des Publikums, wir selbst sind nämlich unsere härtesten Kritiker», so Alessandro Rosi.

Die Band habe einen wichtigen Prozess durchlebt, Ecken und Kanten ausgebildet, sich selbst neu definiert, ohne mit Bewährtem zu brechen, meint Raphael Felber im Gespräch. Was das aus musikalischer Sicht bedeutet, erlebt das Publikum am Freitag in Mels.

Nach der CD-Taufe im Alten Kino stehen bereits die ersten Konzerte für The Pearlbreakers an, unter anderem im Rahmen der «Radio Frequency Club»-Tour (zusammen mit der Indie-Rockband Lacson). Und im nächsten Frühling soll es wiederum ein Album-Release in Deutschland geben.

Infos unter www.pearlbreakers.com