MOTORRAD: Ein Aufwärtstrend ist erkennbar

Obwohl die gewünschten Platzierungen noch nicht erreicht wurden, dürfen der Saxer Stefan Müller und seine Paddock-Crew vom Rennwochenende im tschechischen Brno ein positives Fazit ziehen.

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Es geht aufwärts: In Brno fuhr Stefan Müller zwar nur auf die Ränge sieben und acht, das Team hat aber einen Schritt vorwärts gemacht. (Bild: PD)

Es geht aufwärts: In Brno fuhr Stefan Müller zwar nur auf die Ränge sieben und acht, das Team hat aber einen Schritt vorwärts gemacht. (Bild: PD)

Es geht Schlag auf Schlag in der Rennserie Superstock 1000 der Schweizer Meisterschaften. Vor zwei Wochen noch im französischen Dijon, reiste der heute in Balzers wohnhafte Werdenberger Motorradrennfahrer Stefan Müller zum fünften und sechsten Saisonrennen auf die Grand-Prix-Strecke nach Brno.

Bei heissen Temperaturen startete Müller gut in die ersten freien Trainings. Es waren einige Änderungen am Fahrwerk seiner Kawasaki nötig. Sein Mechaniker Philipp Schöb konnte mit seiner Erfahrung ein gutes Set-up einstellen. So konnte der Kawasaki-Pilot ein gutes ersten Qualifying fahren. Nach mehreren Trainings stand das zweite Qualifying an. Der Liechtensteiner verbesserte sich nochmals um 1,1 Sekunden. Es resultierte der achte Startplatz für die Rennen. «Endlich können wir mit dem neuen Motorrad schnellere Zeiten als mit dem letztjährigen Einsatzmotorrad fahren. Für die Rennen bin ich sehr optimistisch», äusserte sich Müller vor dem ersten Rennen.

Nach perfekten Starts nach hinten durchgereicht

Müller startete perfekt und flog auf Platz sechs nach vorne, in der zweiten Runden stürzten zwei Fahrer, die direkt vor ihm fuhren. Er konnte den vierten Platz fünf Runden lang halten. Doch ab Rennmitte konnte Müller seine Rundenzeiten nicht mehr kon­stant abrufen und wurde auf Platz sieben durchgereicht. «Es war eine richtige Hitzeschlacht. Wenn ich nur das Ergebnis anschaue, sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen, und somit bin ich nicht zufrieden. Dennoch sind wir einen grossen Schritt näher nach vorne gerückt, was unseren Zeitabstand zur Spitzengruppe angeht. So muss es sein, und der Abstand wird noch kleiner.»

Am Sonntag im zweiten Rennlauf erwischte Müller einen perfekten Start und quetschte sich in der ersten Kurve auf den vierten Platz nach vorne. In einigen Zweikämpfen verlor Müller jedoch wieder Platz um Platz und überquerte die Ziellinie auf Rang acht. «Trotz des siebten und achten Ranges bin ich zufrieden mit dem Wochenende, zu Saisonbeginn standen wir völlig abgeschlagen neben der Strecke. Jetzt haben wir einen grossen Schritt in die richtige Richtung machen können, und ich bin überzeugt, dass so die Ergebnisse in der zweiten Saisonhälfte noch kommen sowie dass wir unser Saisonziel, die Top 5, erreichen werden.» Derzeit liegt er auf Rang acht der Meisterschaftstabelle. In drei Wochen, im italienischen Franciacorta, erfolgt der nächste Versuch, sich in der Rangliste vorzuarbeiten. (pd)