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Mörderisches Spektakel mit englischem Charme

Im Fabriggli wird zurzeit die Thrillerkomödie «Mörderische Phantasien» für die diesjährige Eigenproduktion des bekannten Kleintheaters geprobt.
Mengia Albertin
Im Stück «Mörderische Phantasien» lernt Holly Adams (links, Vanessa Kobelt) den Star-Autor Arthur Putnam (Bertold Specker) und dessen Frau Julia Putnam (rechts, Ute Hoffmann) kennen. (Bild: Mengia Albertin)

Im Stück «Mörderische Phantasien» lernt Holly Adams (links, Vanessa Kobelt) den Star-Autor Arthur Putnam (Bertold Specker) und dessen Frau Julia Putnam (rechts, Ute Hoffmann) kennen. (Bild: Mengia Albertin)

Seit der Gründung des Werdenberger Kleintheaters Fabriggli gehören die jährlichen Eigenproduktionen zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders.

Am Projekt beteiligen sich Laienschauspieler aus der Region. Nebst der sorgfältigen Ausarbeitung der Stücke ist auch das ein Grund, warum die Aufführungen jedes Jahr auf ein grosses Publikum zählen können.

Belangloses Geplauder und schmutzige Geheimnisse

Das diesjährige Stück «Mörderische Phantasien» von Bernard Slade läuft unter der Regie von Simona Specker und zieht die Zuschauer mit Hochspannung, unerwarteten Wendungen, englischem schwarzen Humor und Charme in den Bann. Kaum ein Spektrum des menschlichen Seins wird vergessen. Die Thrillerkomödie vereint Scham, Enttäuschung, Leidenschaften, Einsamkeit, Hoffnung und Abgründe.

Ziemlich ruhig beginnt das kriminalistische Stück. Der erfolgreiche Kriminalautor Arthur Putnam, gespielt von Bertold Specker, plaudert mit seiner Frau Julia Putnam, inszeniert von Ute Hoffmann, vermeintlich belanglos über seinen neuen Roman. Ihre Drinks schlürfend besprechen sie den Inhalt, die schönen Beine junger Frauen und Blumen. Der Autor putzt dabei seine Pistole und neben verdeckten Beleidigungen wird sich auch ab und zu Honig ums Maul geschmiert.

Schnell wird klar, dass die Hauptperson des Stücks viele Ähnlichkeiten mit dem Autor aufweist. Die Szene wird durch weitere Figuren bereichert. Als dann schliesslich die angebliche Geliebte Putnams auftaucht, wird dem Zuschauer schnell klar, dass zum Rest der Geschichte makabre und schmutzige Geheimnisse gehören.

Schauspieler identifizieren sich mit den Figuren

Hedy Sutter leitet die Produktion. Regie führt Simona Specker mit der Assistentin Ruth Kühne. Specker hat eine Film- und Schauspielausbildung absolviert und in der Regie wie auch als Schauspielerin bereits in Produktionen des Fabriggli mitgewirkt. Wichtig sei ihr ein gutes Endprodukt, aber der Weg dorthin soll auch Spass und Freude bereiten und vor allem für jeden der Schauspieler ein Lernprozess sein. Die sieben Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugen bereits in der Probe und identifizieren sich sichtlich mit ihren Figuren.

Die teils erfahrenen Laien wurden von Sutter, Specker und Kühne sorgfältig aus der mittlerweile grossen Schauspieler-Kartei der Eigenproduktionen ausgesucht. Bühne wie auch Kostüme sollen ein optisches Erlebnis sein und sind den 50er-Jahren des Stücks angepasst.

Es bleibt Spannung bis zum Schluss

Bereits zu Beginn meint die Hauptfigur Putnam: «Wenn man das ganze Leben in einer Phantasiewelt verbringt, besteht die Möglichkeit, dass man hinüberdriftet.» Im Laufe des Stücks versprechen Realität und Imagination also zu verschwimmen und die Spannung verspricht auch dank überraschender Wendungen bis zum Schluss zu bleiben.

Von Ende Oktober bis Anfang November können sich Zuschauer selbst von den «mörderischen Phantasien» Putnams in den Bann ziehen lassen.

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