Mit viel Freude musiziert

Jugendliche aus dem ganzen Kanton nahmen am Jugendblasorchesterlager U18, angeboten vom St. Galler Blasmusikverband, teil. Ein fulminantes Konzert bildete am Samstag den Abschluss.

Adi Lippuner
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Harmonie zwischen den jungen Musikantinnen und Musikanten und ihrem musikalischen Leiter Daniel Ritter. (Bild: Adi Lippuner)

Harmonie zwischen den jungen Musikantinnen und Musikanten und ihrem musikalischen Leiter Daniel Ritter. (Bild: Adi Lippuner)

GRABS. Erstmals stand das U18 Jugendblasorchesterlager unter der musikalischen Gesamtleitung von Daniel Ritter. Beim Konzert mit 67 hochmotivierten Jugendlichen erhielten die Akteure das wohl schönste Kompliment, das ein Dirigent verteilen kann. «Was diese Woche geleistet wurde, übersteigt alle meine Erwartungen.» Er habe viel Disziplin erleben dürfen, «die Jugendlichen waren mit hoher Motivation dabei und beteiligten sich täglich an bis zu neun Probestunden.»

Familienangehörige, Freunde und Bekannte waren am Samstagvormittag aus dem ganzen Kanton zum Konzert in Grabs angereist. Die Mehrzweckhalle Unterdorf bot den idealen Rahmen für die abwechslungsreichen und klangstarken Darbietungen. Im ausgewogenen Klangkörper, der nach nur vier Probetagen auf die Beine gestellt werden konnte, waren auch zahlreiche Solistinnen und Solisten, unter ihnen auch der 13jährige Luca Grab aus Thal, aktiv. Zudem traten die Jugendlichen den Beweis an, dass mit Motivation und Einsatz anspruchsvolle Stücke brillant gespielt werden können.

Stehende Ovation

Manch gestandener Musikant würde sich mit «Sedona» oder der «English Folk Song Suite» wohl schwer tun, müsste das Stück in so kurzer Zeit bis zur Konzertreife eingeübt werden. Das Gleiche gilt für «Yagi Bushi», «Indian Fire» oder «Caribbean Hideway» mit seinen Samba Rhythmen. Aber auch «Festival Spirit», seit dem World Band Festival 2010 in Luzern weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, forderte alle Register, genauso wie die Zusammenstellung der «Best of Beny Rehmann».

Standing Ovations und nicht endend wollender Applaus war der Lohn für die respektable Leistung der jungen Musikantinnen und Musikanten. Selbst nach der Zugabe von «Viva Lucerna» wollte das gutgelaunte Publikum die aufgestellte Truppe noch nicht von der Bühne lassen. Erst nachdem nochmals ein Teil der japanischen Melodie aus «Yagi Bushi» gespielt worden war, durfte der Vorhang zugezogen werden.

Eingespielte Truppe

Als Vertreter des St. Galler Blasmusikverbands war Roland Kohler, Heiligkreuz, anwesend. Er betonte bei seiner Begrüssung, dass das U18-Konzert als einer der Höhepunkte im Musikantenjahr gelte. «Im Hintergrund braucht es viele Helfer und minuziöse Vorbereitung, aber auch die Bereitschaft von Eltern und Vereinsmitgliedern, damit eine solche Lagerwoche, wie sie an verschiedenen Orten in Salez stattfand, durchgeführt werden kann.» Und an die Adresse der Jugendlichen: «Behält eure Spielfreude und euren Einsatzwillen und trägt diese hinaus in eure Vereine.»

Möglich sei die Durchführung dieser Lagerwoche nur, weil sich immer wieder erfahrene Registerführer, einige bereits seit einem Jahrzehnt, für die Aufgabe zur Verfügung stellen, war von Andrea Kuster, Geschäftsstellenleiterin des St. Galler Blasmusikverbands, zu erfahren. Und dass Daniel Ritter seine «Feuerprobe» bestanden hat, war am Konzert sicht- und hörbar. Die Chemie zwischen dem musikalischen Leiter und den Jugendlichen stimmt und sein Ganzkörpereinsatz beim Dirigieren wurde mit minuziös-präzisen Einsätzen belohnt.

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