Mit neun Farben drucken

Die Etimark AG erhöht ihre Produktionskapazitäten im neuen Werk 2 an der Werdenstrasse in Grabs mit einer hochmodernen Druckmaschine. Damit kann der gestiegenen Auftragslage begegnet werden.

Hanspeter Thurnherr
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Die hochmoderne Neun-Farben-Druckmaschine ist seit wenigen Tagen in Betrieb. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die hochmoderne Neun-Farben-Druckmaschine ist seit wenigen Tagen in Betrieb. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

GRABS. Seit die Etiketten- und Verpackungsdruckerei Etimark AG am 1. Juli 2010 den Kundenstamm und den Maschinenpark der Zuger Firma Waller Verpackungs AG übernahm, wurde es am Firmenstandort an der Fabrikstrasse 24 zunehmend enger – auch weil sich die Geschäfte gut entwickelten. Die Firma machte sich deshalb auf die Suche nach Räumlichkeiten und prüfte als Alternative einen Neubau.

Als die Grabser Firma Pago die Produktionshalle an der Werdenstrasse 90b schloss, konnte die Etimark die für ihre Bedürfnisse gut geeigneten Räume erwerben und den Bereich Stanzdeckel im Herbst 2014 hierher verlegen. Die Etikettenproduktion und Verwaltung sitzt noch im Hauptwerk an der Fabrikstrasse 24.

Bald Produktion im Ausland?

Im März ist nun auch die fünfte und neue Druckmaschine angeliefert worden. «Wir hatten trotz Zweischichtbetrieb seit Anfang 2014 Kapazitätsprobleme, weil wir mit Aufträgen überhäuft wurden. Mit Überzeit und Samstagsarbeit konnten wir die Spitzen brechen. Dank der neuen Maschine erhalten wir die langersehnte Kapazität, was uns wieder kürzere Lieferfristen ermöglicht», sagt Udo M. Schulz, der zusammen mit seinem Bruder Marco Schulz und Andreas Grabuschnigg die Geschäftsleitung bildet (siehe Zweittext).

Sollten die Aufträge weiter zulegen, überlegt sich die Firmenleitung mittelfristig ein erweitertes Arbeitsschichtmodell. Der folgende Schritt wäre der Aufbau einer Produktion im wesentlich günstigeren Ausland. Dies macht Sinn, weil mit dem Zukauf der Waller Verpackungs AG im Jahr 2010 der Exportanteil grösser geworden ist und die Währungssituation seit Januar des laufenden Jahres eine grosse Herausforderung darstellt. «Wir konnten den Aussendienst weiter ausbauen und erzielten ein gutes Wachstum», sagt Udo M. Schulz.

Recycling wird optimiert

Inzwischen ist auch ein kleiner Anbau realisiert worden, um das Recycling der wertvollen Aluminiumabfälle zu optimieren, die bei der Produktion der Stanzdeckel anfallen. Diese werden auf vielfältige Weise bei Bechern und Schalen im Lebensmittelbereich mit Schwerpunkt Milchprodukte (Joghurtdeckel) eingesetzt. Dazu kommen Trocken- und Fleischprodukte sowie Kosmetikartikel, welche mit den Stanzdeckeln verschlossen werden.

Ein «High-Tech»-Produkt

«90 Prozent unserer Kunden sind Lebensmittelhersteller oder Zulieferer wie die Rheintaler Firmen Greiner und SwissPrimePack. Unsere Firma ist nach dem British-Retail-Consortium-Standard zertifiziert», erläutert Udo M. Schulz. Er spricht bei den Stanzdeckeln von einem «High-Tech»-Produkt, das oft achtlos weggeworfen wird: «Aluminium ist in der Verarbeitung diffizil. Und die unterschiedlichen Lebensmittel erfordern vielfältige Spezifikationen, um die Inhalte gut versiegelt zu schützen.»

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