Mit Enten gegen Schnecken

«Rent en Ent» heisst die Geschäftsidee von Pia Oechslin. Zwei ihrer indischen Laufenten, die sie an Privatgärtner vermietet, beugen zurzeit im Werdenberg der Schneckenplage vor.

Katharina Rutz
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Diese beiden indischen Laufenten-Erpel sorgen zurzeit im Werdenberg für weniger Schnecken in den Gärten. (Bild: Katharina Rutz)

Diese beiden indischen Laufenten-Erpel sorgen zurzeit im Werdenberg für weniger Schnecken in den Gärten. (Bild: Katharina Rutz)

BUCHS. Ganz leise schnatternd watscheln die beiden Erpel durch den Garten von Helen Kaufmann aus Buchs. An einem Wasserbecken machen sie halt, um sich zu putzen. Dann suchen sie mit ihren Schnäbeln zwischen Grashalmen und Blumenbeeten nach ihrem Futter. Besonders hungrig scheinen sie aber nicht zu sein, oder aber sie haben ihren «Job» schon so gut erledigt, dass sie einfach keine Schnecken mehr finden. Denn die Familie Kaufmann hat die Enten zur Bekämpfung der Schnecken in ihrem Garten von Pia Oechslin aus Lauerz gemietet. Schon bald ziehen die putzigen Erpel sich in den Schatten zurück und halten ein Schläfchen.

Gegen die Schneckenplage

Nasses und nicht zu kaltes Wetter gefällt den Schnecken ausgesprochen gut. Dann wird auch ihre Vermehrung begünstigt. Das Jahr 2016 wird deshalb wohl zu einem schneckenreichen Jahr. Laut der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope sei die Schneckenplage so schlimm wie seit dem nasskalten Jahr 2007 nicht mehr.

Auch Franz Sprenger, Garten- und Brunnenmeister beim Familiengärtnerverein Buchs, bestätigt dies. «Den ganzen Juni war es richtiges Schneckenwetter», so der erfahrene Gärtner. «Es gibt deshalb dieses Jahr sehr viele davon.» Den ultimativen Tip zu ihrer Bekämpfung hat er jedoch nicht. Ob man nun biologische Schneckenkörner streue oder die Schädlinge gar zerschneide, es sei eine «mörderische» Angelegenheit.

Im Werdenberg auf Tour

Bei der Familie Kaufmann haben nun die beiden indischen Laufenten den Schnecken den Garaus gemacht, zuerst bei Urs Kaufmann in Sevelen und dann bei dessen Mutter Helen Kaufmann in Buchs. Die beiden Enten werden noch bis Mitte August bei weiteren Familien im Werdenberg in deren Gärten im Einsatz sein. ? DIE DRITTE