Mit drittem Schnellzug in 62 Minuten nach Zürich

OSTSCHWEIZ. Die SBB sprechen vom anspruchsvollsten Fahrplanwechsel am 13. Dezember seit der Einführung der «Bahn 2000» im Jahr 2004. Das Angebot im Fernverkehr wird um 660 000 Zugkilometer, im Regionalverkehr gar um 2,3 Millionen ausgebaut.

Christoph Zweili
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OSTSCHWEIZ. Die SBB sprechen vom anspruchsvollsten Fahrplanwechsel am 13. Dezember seit der Einführung der «Bahn 2000» im Jahr 2004. Das Angebot im Fernverkehr wird um 660 000 Zugkilometer, im Regionalverkehr gar um 2,3 Millionen ausgebaut. Für die Ostschweiz von grosser Bedeutung ist die vollumfängliche Inbetriebnahme der Zürcher Durchmesserlinie, die für den Fernverkehr auf der West-Ost-Achse genutzt wird.

Schneller «St. Galler Sprinter»

Dies ermöglicht drei statt wie bisher zwei Fernverkehrszüge zwischen Zürich und St. Gallen. Der stündlich neu eingeführte dritte, beschleunigte Intercity-Doppelstockzug, der «St. Galler Sprinter», legt die Strecke mit Halt in Zürich Flughafen und Winterthur in 62 Minuten zurück.

Weitere Änderungen aus Ostschweizer Sicht: Der Interregio Konstanz–Zürich–Biel endet künftig in Zürich Hauptbahnhof. Der Interregio Basel–Aarau–Zürich verkehrt neu weiter via Zürich Flughafen nach St. Gallen mit Halt in Winterthur, Wil und Gossau. Neu sind auch die ICE-Verbindungen ab Chur via Basel nach Frankfurt beziehungsweise Hamburg. Keinen Platz mehr im Fahrplan haben die beliebten Züge ab Rorschach (6.27 Uhr) und zurück nach St. Gallen (Zürich ab 17.33 Uhr).

Betriebskosten einrechnen

Angebotsausbauten im öffentlichen Verkehr sind derzeit schwer zu finanzieren, beim Regionalverkehr tut sich eine Lücke in Millionenhöhe auf. Der St. Galler Volkswirtschaftschef Benedikt Würth verlangt daher im Interview mit unserer Zeitung eine Strukturreform und eine Vollkosten-Betrachtung, die die Betriebskosten mitberücksichtigt. • THEMA 19+20