Mit Blumen durch den Alltag

Blumen als Jahresthema und im Mittelpunkt der Bäuerinnentagung: Die Mitglieder des Bäuerinnen- und Landfrauenvereins sorgten für einen unvergesslichen Nachmittag.

Adi Lippuner
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Der Kinderchor Kling-Klang mit Leiterin Vera Soller. (Bilder: Adi Lippuner)

Der Kinderchor Kling-Klang mit Leiterin Vera Soller. (Bilder: Adi Lippuner)

STEIN. Schon der festlich geschmückte Eingang mit Blumen war am Mittwoch ein Hinweis, dass in der Turnhalle Rünggel ein besonderer Anlass stattfindet. Zudem trugen viele Frauen, passend zur Zusammenkunft, ihre St. Galler Tracht. Und damit alle Gäste einen unvergesslichen Nachmittag geniessen konnten, waren im Vorfeld und beim Anlass rund 20 Frauen, zusammen mit Präsidentin Margrit Bischof, im Einsatz.

Zu einem gelungenen Nachmittag gehören nicht nur festlich geschmückte Tische, auch die passende Verpflegung und vor allem ein abwechslungsreiches Programm sind wichtig. All dies durften die gut 100 Frauen in Stein geniessen, hiess doch das Motto «Blumen» – und dass diese den Alltag verschönern, ist jedem bekannt, der schon einmal Blumen verschenkt hat.

Kindliche Unbeschwertheit

Der Kinderchor Kling-Klang unter der Leitung von Vera Soller begeisterte mit herzerfrischenden Auftritten. Ob ein Jodellied, gesangliche und sprachliche Fertigkeit beim «Schnabelwetzer», eine ganz spezielle Darbietung des Liedes «S isch mer alles ein Ding» oder die kindliche Sicht auf die Kochkünste der Erwachsenen, die Kinder waren mit Freude und Einsatz dabei. Auch stimmlich vermochte der Chor, bestehend aus 13 Mädchen und 3 Knaben, zu überzeugen.

Unbeschwert traten auch die Steiner Turnerinnen unter der Leitung von Silvia Hess, auf. Mit musikalischer Begleitung hielten sie sich ans Motto «Blumen» und zeigten auf humorvolle Art und in den passenden Kleidern, was es braucht, um einen Garten zu pflegen.

Geschichtlicher Rückblick

Gemeindepräsident Kilian Looser liess es sich nicht nehmen, den Nachmittag mit den Bäuerinnen zu verbringen. In seiner kurzen Rede blickte er zurück auf die Entstehungsgeschichte von Stein und meinte zur Fusion mit Nesslau: «Entscheidend ist nicht die politische Gemeinde, sondern dass die Dörfer funktionieren. Das ist möglich, wenn jeder Einwohner und jede Einwohnerin bereit ist, Verantwortung zu tragen.»

Gemäss Auskunft von Margrit Bischof hat der Bäuerinnen- und Landfrauenverein 84 Mitglieder, aktiv sind zwischen 60 und 70 Frauen. Die gemeinsame Bäuerinnentagung wird abwechslungsweise von einem der Vereine in der Region organisiert. Im obersten Toggenburg geniessen jeweils die Mitglieder der Vereine zwischen Krummenau und Wildhaus den gemeinsamen Nachmittag.

Von der Rose lernen

Referentin Monica Schori brachte «Lebensweisheiten» in Bezug zu den Blumen und zeigte am Beispiel der Rose auf, was die Menschen von ihr lernen können. Es sind dies: Gesundes Selbstvertrauen, sich wehren, regelmässige Pflege, eine passende Umgebung und genügend Erholungszeit. Dass es Menschen gebe, welche sich über die Blüte freuen und andere, die sich über Dornen ärgern, gehöre zum Leben. In diesem Zusammenhang sei es aber wichtig, sich von «Energievampiren» wie die Referentin «schwierige Zeitgenossen» nannte, fernzuhalten.

Die Steiner Turnerinnen bei ihrer humorvollen Blumenpflege.

Die Steiner Turnerinnen bei ihrer humorvollen Blumenpflege.