Menschen mit Behinderung diskriminiert

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Trogen Das Ausserrhoder Kantonsgericht hat festgestellt, dass das Heilbad Unterrechstein in Grub AR Menschen mit Behinderung diskriminiert hat. Das Bad muss den klagenden Behindertenorganisationen gut 34 000 Franken zahlen. Es ist die erste Klage gegen Diskriminierung von Behinderten, die in der Schweiz gutgeheissen wurde. Das Urteil geht zurück auf einen Vorfall im 2012, als Kindergärtlern einer heilpädagogischen Schule der Zutritt zum Heilbad Unterrechstein verwehrt wurde, weil man dies den anderen Gästen nicht zumuten könne. Als Begründung angegeben wurden die Angst vor Lärm und hy­gienische Bedenken. In einem Brief rechtfertigte der Geschäftsleiter und Verwaltungsratspräsident die Abweisung gegenüber der Heilpädagogischen Schule Heerbrugg. (wo)9