Medien aus aller Welt berichten über die Ausstellung Bad Ragartz

BAD RAGAZ. Die Organisatoren der sechsten Ausgabe der Triennale der Skulptur in Bad Ragaz und Vaduz ziehen rund zwei Monate nach der Eröffnung eine sehr positive Zwischenbilanz. Die Führungen für Erwachsene wie auch die Kunstreisen speziell für Kinder und Jugendliche sind beliebt und werden gebucht.

Susan Rupp
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BAD RAGAZ. Die Organisatoren der sechsten Ausgabe der Triennale der Skulptur in Bad Ragaz und Vaduz ziehen rund zwei Monate nach der Eröffnung eine sehr positive Zwischenbilanz. Die Führungen für Erwachsene wie auch die Kunstreisen speziell für Kinder und Jugendliche sind beliebt und werden gebucht.

In den ersten sieben Wochen der Bad Ragartz seien bereits 150 «Kunstreisen» mit insgesamt über 2000 Kindern und Jugendlichen gebucht und organisiert worden, erklärt Tanja Wigger von der Infostelle von Heidiland Tourismus in Bad Ragaz. Verglichen mit der letzten Triennale, im Jahr 2012, ist der damalige Endstand vom Oktober von insgesamt 160 Kinderführungen beinahe schon erreicht.

Es herrscht Leben im Dorf

«Für die Erwachsenen wurden bereits über 450 Führungen gebucht oder reserviert, durchschnittlich mit jeweils 20 Personen, verglichen mit dem Jahr 2012 zum gleichen Zeitpunkt sind es bereits 110 Führungen mehr», so Wigger weiter. Die öffentlichen Führungen, die freitags und sonntags stattfinden, seien zudem von monatlich auf alle zwei Wochen ausgebaut worden und hätten bis jetzt immer durchgeführt werden können.

Für eine auf die Gefühlsebene bezogene Bilanz zitieren die Organisatoren Esther und Rolf Hohmeister Möbius, einen der ausstellenden Künstler, mit seinem Fazit: «Ist das nicht schön?»

Schön ist es wahrlich, wenn man an den momentan sommerlich-sonnigen Tagen durch Bad Ragaz flaniert. Das Dorf, der Kur- und der Giessenpark sind bevölkert mit Einheimischen und Gästen, die alleine oder oft grüppchenweise von Skulptur zu Skulptur wandern. Der Guschakopf strahlt mit der Cristo-Statue eine magische Anziehung auf Besucher der Bad Ragartz aus. Es herrscht Leben in den Strassen, man begegnet sich auch abends wieder draussen und man kommt miteinander ins Gespräch.

Auch das mediale Interesse an der Bad Ragartz ist im Vergleich zu den Vorjahren nochmals stark angestiegen. Über die Ausstellung publiziert haben gemäss Armando Bianco, Medienverantwortlicher der Bad Ragartz, unter anderem beispielsweise die «Seattle Times», das «Aeroflot-Magazin», die «NZZ am Sonntag», das «Hollandse Dagblad», die «Nürnberger Zeitung» oder auch das Fachmagazin für Bildhauer «Kunst und Stein». «Die Marke Bad Ragartz und der Kurort werden so in alle Welt getragen, im Gegenwert ist das eigentlich unbezahlbar», so Bianco.

Besucheranstieg ist zu spüren

In Bezug auf Besucherzahlen, die schwierig abzuschätzen sind, sei man auf Kurs wie letztes Mal, heisst es von Seiten der Organisatoren. Vor allem in Vaduz beobachte man aber einen starken Anstieg an interessierten Gästen, es stünden dort auch deutlich mehr Kunstwerke als während der letzten Triennale im Jahre 2012.

Erfreulich wird der Umstand gewertet, dass die grösste Skulpturenausstellung unter freiem Himmel in ganz Europa, abgesehen von ein bisschen Schabernack mit den blauen Schafen, bis jetzt von Vandalismus und Beschädigungen praktisch verschont geblieben ist. Das sei nicht selbstverständlich, da doch die Kunst weiterhin sehr exponiert sei und sogar mehr grosse Werke zu sehen seien als in früheren Jahren.

Als Tiefpunkt bezeichnet Armando Bianco die mutwillige Beschädigung der Skulptur von Daniel Eggli. Direkt nach der Eröffnung wurde nahe der Raiffeisenbank eines seiner Schweine ab dem Holzsockel gerissen und samt diesem in die nahe Tamina geworfen.