Markt und Umwelt

Die EVP Werdenberg setzt sich einstimmig für die Annahme dieses auf die Zukunft ausgerichteten Gesetzes ein. Es dient dazu, längerfristig den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu erhöhen und erneuerbare Energien zu fördern. Dies ist eine sehr wichtige Vorlage, um die Auslandabhängigkeit der Schweiz auch in Sachen Energieversorgung längerfristig zu reduzieren. Zudem soll der Bau neuer Kernkraftwerke verboten werden – eine Massnahme, die nach Ansicht der EVP schon längst hätte beschlossen werden sollen!

Walter Götti, Profasonweg 1, 9476 Fontnas
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Das Energiegesetz, worüber wir abstimmen , mag vielleicht nicht die bestmögliche Lösung sein, aber es ist ein vom Parlament und Bundesrat ausgehandelter Kompromiss. Walter Müller macht mit der Gegnerschaft dagegen Opposition. Der Markt würde das schon regulieren, behauptet er.

Eine Frage sei darum erlaubt: Ist er sonst auch so neoliberal, wenn es um den freien Markt geht. Wie hielt er es zum Beispiel bei Parallel-Importen von Medikamenten? Oder möchte er die Landwirtschaft auch so gnadenlos dem freien Markt überlassen? Darüber würde ich gerne mehr von ihm erfahren. Der «kalt duschen»-Prospekt von gestern zeigt mir Folgendes auf: Anhand der angeblich durchschnittlich hohen Verbräuche für Energie rechne ich aus, wie viele zigtausend Franken wir in den letzten 40 Jahren eingespart haben, indem wir auf Sonnenenergie und sparsamen Energieverbrauch gesetzt haben. Es hat sich finanziell gelohnt und gibt erst noch ein gutes Gefühl, vor allem wenn man mit sonnenerwärmtem Wasser duscht.

Warum nur hat der Markt das bis jetzt nicht geregelt? Mangelndes Wissen oder Können? Oder vielleicht, weil andere bezahlen, was Investoren versäumen wie zum Beispiel bei Mietswohnungen? Darüber nachzudenken lohnt sich wirklich.

Ja, der Markt regelt, aber nur kurzfristig, wenn Angebot und Nachfrage in etwa im Gleichgewicht sind. Verantwortungsvolle Unternehmer übernehmen freiwillig soziale und ökologische Verantwortung. Sie gehen aber zu Grunde, wenn sie diesen Mehrwert nicht verkaufen können. Rücksichtslose sind schneller und bezahlen tun andere. Zurzeit herrscht auf dem Energiemarkt ein grosses Überangebot auf Kosten der Umwelt und der nächsten Generationen. Unerschöpflichkeit wird vorgetäuscht. Der Markt regelt das nicht. Darum müssen wir als verantwortungsvoller Staat hier eingreifen, am besten mit marktwirtschaftlichen Mitteln.

Man nennt das Einbezug der externen Kosten. Lenkungsabgaben kommen allen wieder zugute. Damit kann man erreichen, dass die «Nachsteuern» der Natur in schätzungsweise 50 bis 100 Jahren etwas kleiner ausfallen werden.

Verantwortungsvolle Bürger sagen ja zum Energiegesetz am 21. Mai.

Walter Götti, Profasonweg 1, 9476 Fontnas

Ja für kommende Generationen

Auch wenn die EVP in gewissen Bereichen weitergehende Massnahmen forderte, geht die Stossrichtung dieses Gesetzes in die von der EVP schon längst geforderte Richtung. Leider wurden im parlamentarischen Prozess verschiedene Massnahmen, wie beispielsweise ein schnellerer Ausstieg aus der unverantwortlichen Produktion von Atomstrom, aus dem Gesetz gekippt. Trotzdem setzt sich die EVP mit voller Überzeugung für die Annahme dieses für unsere zukünftige Energieversorgung sehr wichtigen Gesetzes ein.

Seit Jahren setzt sich die EVP sehr engagiert sowohl für eine sparsame und effiziente Nutzung, als auch für die Förderung erneuerbarer Energien ein. So konnte die EVP-Werdenberg beim Anstossen der Idee als auch bei der Umsetzung des Aufbaus des heute sehr erfolgreichen Instituts für Energiesysteme an der Fachhochschule NTB in Buchs massgeblich mitwirken. Auch wurden die EVP-Vorstösse in energiepolitischen Fragen jeweils vom ganzen St. Galler Parlament unterstützt, wie zum Beispiel die Motion «Senkung des elektrischen Energiebedarfs durch intelligente Netze» (Motion 43.11.03).

Die EVP wird sich auch in Zukunft für die Weiterentwicklung neuer Technologien einsetzen, um für die Zukunft eine sichere, saubere, zahlbare und möglichst inländische Energieversorgung zu erreichen. Die EVP Werdenberg empfiehlt deshalb voll Überzeugung, am 21. Mai ein Ja zum neuen Energiegesetz in die Urne zu legen!

Ursi Schweizer, Präsidentin EVP Werdenberg, Gams