Marija Milunovic ist in Serbien angekommen

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Landesverweis Die 17-jährige Marija Milunovic hat sich gestern Nachmittag aus Belgrad gemeldet. Sie war mit einem Flugzeug zurück nach Serbien gebracht worden. Marija sei vorerst in einem Hotel untergekommen, beim Vater wolle sie nicht wohnen, sagt ihr in Buchs tätiger Anwalt Urs Bertschinger im Interview. Er hatte noch am Montag ein Begehren gegen die Ausschaffung der 17-Jährigen eingereicht – ohne Erfolg. Am Montagmorgen hatte die Polizei Milunovic zu Hause bei der Mutter in Sargans abgeholt. Anschliessend wurde sie nach Serbien ausgewiesen. «Marija durfte während der Ausschaffungshaft weder zur Mutter noch zu mir Kontakt aufnehmen», sagt Bertschinger. Die Mutter sei fast verzweifelt.

Einreise nach Liechtenstein könnte schwierig werden

Vor zweieinhalb Jahren hatte sie ihre Tochter in die Schweiz geholt. Das Verhältnis zum Vater ist gemäss der Mutter zerrüttet, Marija wollte in der Schweiz bleiben. Allerdings hatte sie Fristen des Migrationsamts nicht eingehalten. Bereits im November 2014 hätte sie ausreisen sollen. Marija Milunovic, ihre Mutter und ihr Anwalt hoffen nun darauf, dass die 17-Jährige als Touristin nach Liechtenstein zurückkehren kann. Sie stand kurz davor, im Fürstentum eine Stelle als Au-pair anzutreten. Doch das könnte problematisch werden: Jemand, der ausgeschafft worden sei, erhalte grundsätzlich ein Einreiseverbot für den Schengenraum, sagt Bertschinger. Ob dies für Minderjährige gilt, müsste noch abgeklärt werden. (wo)5