Männerriege Alt St. Johann im Neuenburger Jura

Reisenotizen

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Alt St. Johann Einmal mehr hat Erwin Huber, OK-Präsident der jährlichen Ausflüge, sich ins Zeug gelegt und einen Aufenthalt im Neuenburger Jura organisiert. Er fand flotte Unterstützung von seinem Cousin Peter Lenzlinger, der in Neuenburg seine Heimat gefunden hat und Eigentümer einer Firma ist.

Mit dem Abderhalden-Bus, souverän gesteuert von Res Ammann, ging die Reise am Freitag dem ersten Reiseziel St. Aubin am Neuenburgersee entgegen. In Le Soliat wurde die Männerriege mit einem währschaften Mittagsmahl verwöhnt. Es war auch Ausgangspunkt für die nachmittäg­liche Wanderung zum Creux du Van. Geologisch ein hufeisen­förmiger «Ausräumungskessel» aus der letzten Eiszeit mit einer Breite von 1200, einer Tiefe von 500 und senkrechten Felswänden von 160 Metern Höhe. Sehr imposant und darum auch des ­Bundesinventars schützenswerter Landschaften würdig. Am oberen Rand des Felskessels wurde als Sicherung eine circa zwei Kilometer lange Trockensteinmauer erstellt. Steinbock und Luchs ­leben an den Felswänden scheinbar in friedlicher Eintracht nebeneinander. Weiter ging der Ausflug dann zum Nachtquartier im Hotel Vue des Alpes.

Am Samstag war Noiraigue im Val de Travers Ausgangspunkt für eine Wanderung. Entlang der Areuse lud der Weg in wild­romantischer Natur zum Begehen ein. Es ist eine schattige, urtümliche und wilde Gegend, in der sich dieses Flüsschen tief ins Gelände eingegraben hat. Schluchten werden durch idyllische Brücken überquert, die bekannteste ist die Steinbrücke bei «Saut de Brot». Staunen war auf dieser dreistündigen Wanderung, unterbrochen durch ein feines Mittagsmahl im Camp du Moulin, angesagt.

Ein weiteres Highlight bahnte sich am Abend im «Relais du Mont-Dar» an, wo die Reiseschar kulinarisch bestens verwöhnt wurde. Diese Alpwirtschaft wird von einer ausgewanderten St. Johannerin, Margrith Bischof vom Rain, erfolgreich und freudig ­betrieben. Eine eigens bestellte Ländlermusik lud zum Verweilen ein. Die fröhliche Stimmung ­wurde genossen. Die jüngsten Männerriegler nahmen den Heimweg im Mondschein unter die Füsse.

Am Sonntag war hinter dem Hotel ein Schwingplatz, Festwirtschaft und Gabentempel eingerichtet. Das kantonale Schwingfest wurde hier abgehalten, allerdings ohne «Eidgenossen». Die morgendliche Fernsicht erlaubte es, mit dem Feldstecher das weit entferntere Panorama der Berner und Walliser Alpen zu bewundern. Othmar Sutter outete sich nicht nur als versierter Imker, sondern wusste alle Berggipfel mit Namen zu nennen.

Nach dem Check-out im ­Hotel fuhren die Männerriegler zu einer Wanderung am Neuenburgersee entlang nach Serrières. Unter Führung von Peter Lenzlinger wurden die Altstadt und der Hauptplatz besichtigt. Dort befindet sich die Statue des Reformators Guillaume Farel (1489–­1565).

Nach einer genüsslichen Mittagsverpflegung am See wurde es allmählich Zeit, an den Heimweg zu denken. Es war eine tolle Vereinsfahrt. (pd)