Luna stellt alle in den Schatten

455 Tiere waren gestern auf dem Grabser Marktplatz zu bewundern. Vier Experten bewerteten die Tiere in 28 Abteilungen. Miss Grabs wurde Pelux-Luna aus dem Stall von Hansueli Zogg.

Adi Lippuner
Drucken
Teilen
Pelux-Luna, Miss Grabs 2015, mit Ueli Zogg und Vater Hansueli Zogg, Eggli, Grabserberg und den Ehrendamen Erika (links) und Marlies Vetsch.

Pelux-Luna, Miss Grabs 2015, mit Ueli Zogg und Vater Hansueli Zogg, Eggli, Grabserberg und den Ehrendamen Erika (links) und Marlies Vetsch.

GRABS. Geht es um die Qualität beim Braunvieh, haben die Grabserberger Züchter die Nase ganz vorne. Sie konnten an der Gemeindeviehschau verschiedene Auszeichnungen abräumen und werden heute, wenn der Schauabend in der Mehrzweckhalle Kirchbündt über die Bühne geht, gebührend gefeiert.

Bereits letztes Jahr stellte Hansueli Zogg, Eggli, Grabserberg, die Miss an der Gemeindeviehschau. Und Pelux-Luna schwang auch dieses Jahr obenaus – oder um es mit den Worten des Experten Hans Kuratli, Neu St. Johann, zu sagen: «Eine äussert kompakte Kuh, die in allen Bereichen zu überzeugen vermag.» Insgesamt zeigten sich die vier Experten mit den aufgeführten Tieren sehr zufrieden. «Was wir hier sehen, sind starke Tiere, welche jedes erwünschte Merkmal der Braunen Rasse aufweisen», so Christian Schneider, Schwendi-Weisstannen.

Die «Schönsten der Schönen»

Traditionell präsentieren sich an der Grabser Viehschau auch die Missen aller anderen Gemeinden zur Wahl der Miss Werdenberg. Sieben Kühe unterschiedlichen Alters zeigten sich im Ring und Experte Christian Schneider hatte die Qual der Wahl, aus den sieben Schönen die Allerschönste zu erküren. Keine einfache Aufgabe, denn in den verschiedenen Gemeinden wurden Kühe von der zweiten bis zur fünften Laktation zur Miss gekürt.

Letztendlich fiel die Wahl auf Pixton-Jasmin, Besitzer Gerald Scherrer, Gams. Vizemiss wurde Pelux-Luna, die bereits den Titel Miss Grabs 2015 tragen darf.

Grosses Interesse

Die Ausmarchung im Ring wurde von Braunviehzüchtern aus Grabs, aber auch den umliegenden Gemeinden mit grossem Interesse verfolgt. Während am Vormittag – nach der malerischen Auffuhr der Viehherden – die Arbeit der Experten darin bestand, aus den einzelnen Abteilungen die jeweilige Siegerin zu bestimmen, präsentierten sich nach dem Mittagessen im Ring die jeweils Besten.

Bei den Schöneuterpreisen wählt der Besitzer das Tier aus seinem Bestand aus, das sich im Ring präsentieren darf. Aufgeteilt in zwei Gruppen – «Schöneuter jüngere» sind Kühe, die ein- oder zweimal gekalbt haben, bei der Ausmarchung «Schöneuter ältere» präsentieren sich Kühe ab der dritten Laktation – brauchten die Experten ein geschultes Auge.

Mario Fritsche, Marbach, wies darauf hin, dass vor allem bei den jüngeren Kühen die gute Verbundenheit des Euters in der Bauchwand wichtig ist. Zudem muss sich das Euter oberhalb des Sprunggelenks befinden. Dank dieser Erklärungen konnten auch Nichtlandwirte die Auswahl der jeweiligen Siegerin nachvollziehen. Siegerin «Schöneuter jüngere» wurde Kei-Kleine, Besitzer Peter Gasenzer, First; Siegerin «Schöneuter ältere» ist Astro-Katja von Hans Eggenberger, Leversberg. Fitnessstar wurde Huray-Benaja, Besitzer Martin Gasenzer, Eggberg, und den Rinderchampion stellte Hansueli Zogg Eggli, Grabserberg mit Einstein-Larissa. Beim Jungvieh war Experte Martin Tischhauser, Azmoos, im Einsatz.

Die Kandidatinnen für die Auszeichnung «Schöneuter ältere» präsentieren sich im Ring. (Bilder: Adi Lippuner)

Die Kandidatinnen für die Auszeichnung «Schöneuter ältere» präsentieren sich im Ring. (Bilder: Adi Lippuner)

Alle Teilnehmerinnen der Miss-Werdenberg-Ausmarchung erhalten einen besonderen Flot.

Alle Teilnehmerinnen der Miss-Werdenberg-Ausmarchung erhalten einen besonderen Flot.

Aktuelle Nachrichten