Luca Egloff ist auf Punktejagd

Der Grabser Skispringer Luca Egloff hat kürzlich am Sommer-Grand-Prix-Springen von Wisla (Polen) Punkte geholt. In den Springen von Courchevel (Frankreich) und Einsiedeln möchte er dies wiederholen.

Robert Kucera
Drucken
Teilen
Luca Egloff will in den nächsten zwei Sommer-GP-Springen von Courchevel und Einsiedeln in die Punkte fliegen. (Bild: Robert Kucera)

Luca Egloff will in den nächsten zwei Sommer-GP-Springen von Courchevel und Einsiedeln in die Punkte fliegen. (Bild: Robert Kucera)

EINSIEDELN/GRABS. Der 29. Platz von Wisla ist nicht das Bestergebnis an einem Sommer-GP von Luca Egloff. Was das nackte Ergebnis aber verheimlicht: An den zwei Springen im September 2014 in Almaty (Kasachstan) war bei den Rängen 25 und 28 die teilnehmende Konkurrenz nicht so stark wie dieses Jahr in Polen. Dies unterstreicht die Fortschritte, die Egloff seit einem Kalenderjahr gemacht hat.

Fehlende Konstanz

«Nach dem Training hätte ich das nicht gedacht», sagt Egloff. Denn dieses missriet völlig. Doch er steigerte sich in Wisla von Sprung zu Sprung. «Ich hatte nichts zu verlieren», mit diesem Motto stieg der 20-Jährige in den Wettkampf – und gewann zwei Punkte.

Nur Tage später im deutschen Hinterzarten der Rückschlag: Luca Egloff erreicht nach einem schlechten Sprung und dazu noch ungünstigen Windverhältnissen nicht mal den Wettkampf der besten 50 Springer. «Bei mir gibt es noch zu viele Kleinigkeiten, mit denen ich mir den Sprung zur Sau machen kann. Sachen, die nicht passieren dürfen und die man sich auf diesem Niveau nicht erlauben darf», ist der Grabser selbstkritisch.

«Mein Ziel sind die Top 30»

Doch Egloff hat weder Zeit noch Lust, den Kopf hängen zu lassen. Im französischen Courchevel (Freitag) und in Einsiedeln (Samstag) stehen die zwei nächsten Sommer-GP-Springen auf dem Programm. «Ich kenne beide Schanzen gut. Mein Ziel sind die Top 30.» Die Punktejagd geht also weiter. Courchevel ist, wie Luca Egloff verrät, sogar eine seiner Lieblingsschanzen. «Ich springe lieber in Courchevel als in Einsiedeln. Obwohl ich dort letztes Jahr gestürzt war.» Den Sturz bewertet er gar als gutes Zeichen: «Damals stürzte ich, weil ich zu weit gesprungen bin.»

Doch auch Einsiedeln wird für ihn ein spezieller Wettkampf werden. Das Drumherum und dass seine Familie da sein wird, motiviert ihn und hebt den Wettkampf auf dieselbe Vorfreude-Stufe wie Courchevel.

Dass man am Freitagabend rasch in die Innerschweiz reisen muss, macht Luca Egloff nichts aus. «Die anderen Nationen machen es auch so. Im Winter geht es genauso zur Sache. Es ist gar nicht schlecht, wenn man sich im Sommer schon daran gewöhnt.» ? LOKALSPORT 27