Lions Club feierte den 50. Geburtstag

Am Samstag hat der Lions Club Bad Ragaz in Maienfeld sein 50jähriges Bestehen gefeiert. Am Jubiläumsanlass wurde mehr in die Zukunft geschaut als in die Vergangenheit.

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Festredner Peter Hartmeier (links) nimmt den Dank von Präsident Markus Oppliger entgegen. (Bild: Leo Coray)

Festredner Peter Hartmeier (links) nimmt den Dank von Präsident Markus Oppliger entgegen. (Bild: Leo Coray)

MAIENFELD. Musikalisch umrahmt wurde die Jubiläumsfeier des Lions Club Bad Ragaz im Festsaal im Restaurant Schloss Brandis von der Bad Ragazer Bläsergruppe St. Leonhard. Zwar könnte er über eine endlose Liste von Unterstützungen und Aktivitäten in den letzten 50 Jahren berichten, sagte Präsident Markus Oppliger. Damit habe der Club beigetragen, in der Region Not zu lindern und soziale Projekte zu realisieren. Viel wichtiger sei aber der Blick in die Zukunft. Als grösste Herausforderung nannte er die Gewinnung von jungen Mitgliedern, um den Fortbestand des Clubs zu sichern. Wichtig wäre aber auch, das persönliche Engagement mehr in den Vordergrund zu stellen, wünschte sich der Präsident von den Mitgliedern. Denn in letzter Zeit habe sich das Clubmotto von «Dienen» vermehrt zu «Bezahlen» verschoben.

In seiner sowohl humorvollen als auch gesellschaftskritischen Festansprache nahm der Schaffhauser Publizist Peter Hartmeier die von Mobiltelefon und Internet entstandene Abhängigkeit und Hektik ins Visier. Gerade in der lieblichen Umgebung des Kurorts Bad Ragaz müsste eine Entschleunigung eigentlich gelingen, meinte er augenzwinkernd. Zwar seien Informationsflut und ständige Erreichbarkeit heute ein Teil des Lebens, doch «Leistung verlangt Ruhe», gab er zu bedenken.

«Die Leistung des Lions Club gegenüber der Gesellschaft verdient grosse Anerkennung», betonte der Bad Ragazer Gemeindepräsident Daniel Bühler. Die Mitglieder stellten den Dienst am Menschen über den persönlichen Profit. Freude bereiten will der Club im Jubiläumsjahr mit einer Spende von 20 000 Franken an den Verein für Blindenhunde und Mobilitätshilfe (VBM) in Liestal. «Kein Jubiläum ohne Festschrift», meinte Hanspeter Wengle, der zusammen mit Heinrich Meli eine 30seitige Broschüre geschaffen hat. (lco)

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