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Liechtensteinerin wird Opfer eines Liebesbetrügers

Vaduz Im Fürstentum Liechtenstein ist eine Frau Opfer eines Internetbetrügers geworden. Sie fasste Vertrauen zu einer Bekanntschaft via Internet und überwies einem Kriminellen mehrere hunderttausend Franken. Die Liechtensteiner Landespolizei warnte am Dienstag vor «Liebesbetrügern im Internet». Beim konkreten Fall letzte Woche habe der Be­trüger im Verlaufe der Korrespondenz so überzeugend gewirkt, dass die Frau ihm das Geld wegen einer angeblichen Notlage überwiesen habe.

Polizeiangaben zufolge wird diese im Internet weitverbreitete Betrugsmasche «Love Scam» oder «Romance Scam» genannt. Die Täter spielen den Opfern eine Liebesbeziehung vor, haben es tatsächlich jedoch nur auf Geld abgesehen.

Männer und Frauen in der zweiten Lebenshälfte

Opfer solcher Delikte sind sowohl Männer als auch Frauen, meist solche in der zweiten Lebenshälfte. Die Polizei schrieb, der Betrug beginne erst, wenn das Opfer emotional stark ein­gebunden sei. Die Betrüger sind laut Polizei professionelle Banden, die über hohe Erfahrungswerte im Umgang mit den Opfern verfügen. Diese Täter hätten mit dem Bild des «Traumpartners» nichts gemein, so die Polizei. Es sind mehrere Elemente, die erkennen lassen, ob ein Betrüger am andern Ende der Telefon­leitung sitzt. Der Kontakt findet gemäss Polizei grundsätzlich ­immer über Internet oder Telefon statt, die vermeintlichen Traumpartner vermeiden persönliche Treffen. Die Polizei rät, unbekannten Menschen kein Geld zu überweisen oder auf ­irgendwelche Forderungen einzugehen. (sda)

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