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Liechtensteiner Unternehmen machen Druck

VADUZ. Mit der Verschärfung des Schweizer Entsendegesetzes im Frühling 2006 wurde der administrative Aufwand für das Liechtensteiner Gewerbe grösser, wenn es Arbeiten in der Schweiz ausführt (W&O vom 6. November 2006).

VADUZ. Mit der Verschärfung des Schweizer Entsendegesetzes im Frühling 2006 wurde der administrative Aufwand für das Liechtensteiner Gewerbe grösser, wenn es Arbeiten in der Schweiz ausführt (W&O vom 6. November 2006).

Demonstration angekündigt

Die Unzufriedenheit über die aus Liechtensteiner Sicht einseitigen Restriktionen der Schweiz hat sich kürzlich derart akzentuiert, dass inzwischen bereits 200 Liechtensteiner Unternehmen einen Forderungskatalog der Wirtschaftskammer Liechtenstein unterzeichnet haben. In diesem fordern sie gleich lange Spiesse in der grenzüberschreitenden Dienstleistungs-erbringung zwischen der Schweiz und Liechtenstein.

Anfang April wollen sie sogar vor dem Regierungsgebäude in Vaduz eine Protestaktion abhalten. Laut der Online-Ausgabe des Liechtensteiner Vaterland von gestern Freitag arbeitet Liechtenstein laut Wirtschaftsminister Thomas Zwiefelhofer an einem Umsetzungsvorschlag, der bald präsentiert werden soll. Ziel sei es, für die Liechtensteiner Gewerbetreibenden gleich lange Spiesse zu schaffen.

Auch Hürden für Schweizer

Das St. Galler Volkswirtschaftsdepartement hat schon 2006 festgestellt, Liechtenstein müsse beim Entsendegesetz gleich behandelt werden wie die EU-/Efta-Staaten. Es sei eine gesamtschweizerische Lösung, der Kanton St. Gallen habe keinen Handlungsspielraum. Das bestätigte der St. Galler Volkswirtschaftsdirektor, Regierungsrat Benedikt Würth, vergangene Woche im «Wirtschaft regional». Er verwies darauf, dass Dienstleistungserbringer aus Liechtenstein – im Gegensatz zu den übrigen EU/Efta-Staaten – gar acht meldefreie Arbeitstage pro Quartal zu Gute hätten.

Schweizer Firmen würden sich – unter anderem, weil die Gebühren für Jahresbewilligungen in Liechtenstein um einiges höher seien als jene für die kontingentsfreien 120-Tage-Bewilligungen des Kantons St. Gallen für Liechtensteiner, so Würth. Es gebe also auch Hürden für Schweizer Unternehmen bei Aufträgen in Liechtenstein. (ts)

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