Lebensraum für gefährdete Amphibienarten sicherstellen

RÜTHI. Kürzlich haben die Bauarbeiten für die Aufwertungsmassnahmen im Amphibienlaichgebiet Au-Neufeld begonnen. Dies teilt die Politische Gemeinde Rüthi mit. In einer mehrjährigen, intensiven Planung haben die Fachleute Dr. Jonas Barandun, Ökokonzept GmbH, St.

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Es werden neue Laichgewässer geschaffen, Hecken und Kleinstrukturen angelegt, um Lebensraum für Unken und Molche zu schaffen. (Bild: pd)

Es werden neue Laichgewässer geschaffen, Hecken und Kleinstrukturen angelegt, um Lebensraum für Unken und Molche zu schaffen. (Bild: pd)

RÜTHI. Kürzlich haben die Bauarbeiten für die Aufwertungsmassnahmen im Amphibienlaichgebiet Au-Neufeld begonnen. Dies teilt die Politische Gemeinde Rüthi mit. In einer mehrjährigen, intensiven Planung haben die Fachleute Dr. Jonas Barandun, Ökokonzept GmbH, St. Gallen, und Roger Dietsche, Wälli AG, Ingenieure, Heerbrugg, nach einer Lösung gesucht, um die stark gefährdeten Amphibienarten im Gebiet Au-Neufeld dauerhaft zu erhalten. Vor einem Jahr wurde das umfangreiche Aufwertungsprojekt von der Bürgerschaft im Rahmen des Budgets genehmigt.

Gute Vernetzungsstrukturen

Wichtigstes Ziel der Aufwertungsmassnahmen ist der Erhalt der beiden vom Aussterben bedrohten Amphibienarten Gelbbauchunke und Kammmolch. Dazu ist es notwendig, die erforderlichen Lebensräume zu vergrössern und räumlich zu vernetzen. Dazu werden mehrere neue Laichgewässer geschaffen. Daneben werden ausgedehnte Extensivieren sowie Hecken und Kleinstrukturen in Form von Stein- und Asthaufen angelegt.

Nationale Unterschutzstellung

Das Gebiet im Bereich der Sportanlage Rheinblick, Kiesdepot A. Göldi AG, Tennisplatz und Kieswerk Sigmund Sieber wurde 1990 aufgrund von Vorkommen stark gefährdeter Amphibienarten in die Liste der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen, Nach der Neugestaltung des gesamten Geländes wird das betroffene Gebiet unter Schutz gestellt. Die grossen Vorkommen sind weitherum isoliert.

Finanzierung und Restkosten

Da es sich um ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung handelt, werden die Kosten für die Aufwertung zu 80 Prozent durch Bund (Bafu) und Kanton (Amt für Natur, Jagd und Fischerei) übernommen. Es ist mit Restkosten von rund 80 000 Franken für die Gemeinde Rüthi zu rechnen. Offen sind noch allfällige Beiträge von Stiftungen.

Mit der Realisierung der Aufwertungsmassnahmen im Amphibienlaichgebiet Au-Neufeld erfolgt ein wichtiger Schritt, um die Amphibienvorkommen dauerhaft in ausreichend grossem Umfang zu erhalten. Zudem wird das Gelände bei der Sportanlage Rheinblick und beim Tennisplatz Rüthi auch für Besucher aufgewertet. (wo)