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Landeshauptmann sieht «Rhesi» ernsthaft in Gefahr

Hochwasserschutz Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner wertet das negative Abstimmungsergebnis der Bevölkerung in Koblach im Bezirk Feldkirch gegen eine Rheinausweitung vom Dienstag als herben Rückschlag. Der «Hochwasserschutz entlang des Alpenrheins im Rahmen des Projekts Rhesi hat für uns oberste ­Priorität», heisst es in einem Communiqué der Landesregierung. «Derzeit liegt die Maximalvariante auf dem Tisch», sagte Wallner gegenüber den «Vorarlberger Nachrichten». «Eine Redimensionierung ist gefragt – damit wird der Sicherheit zum Durchbruch verholfen».

Hohes Schadenspotenzial

Die Tragweite des Projekts sei offenbar nicht jedem bewusst, sagt Wallner. Im Hochwasserfall wäre das Schadenspotenzial enorm, wie Berechnungen zeigen würden. «Mit Blick darauf muss die Hochwassersicherheit am Rhein für alle Anliegergemeinden höchste Priorität haben.»

Rhesi-Projektleiter Markus Mähr bewertet die Situation ebenfalls als schwierig. «Die Aufweitung in Koblach ist ein wichtiger Punkt für die ökologische Verbesserung. Fiele der weg, wäre das für die Bewilligung des Projekts kritisch.» Offenbar hätten nicht alle Anwohner überzeugt werden können, dass die ­Planungen eine Verbesserung der Hochwassersicherheit für Koblach bedeuteten.

Auch die Gemeinsame Rheinkommission, leitendes Gremium der Internationalen Rheinregulierung und Rhesi-­Initiantin, zeigt sich in einer Mitteilung enttäuscht vom ablehnenden Entscheid trotz des Real­ersatzes für den Boden. Man sei keiner anderen Gemeinde entlang des Rheins so weit entgegengekommen. Und man könne es nicht verantworten, «dass das Projekt, welches nur mit dem ­vorgelegten Trittstein in Koblach eine Chance auf die Bewilligungen hat, weiter verzögert wird».

125 Jahre nach der Rhein­regulierung hat das geplante grenzüberschreitende Hochwasserschutzprojekt Rhesi (Rhein-Erholung-Sicherheit) die Verbesserung des Hochwasserschutzes am unteren Alpenrhein zum Ziel. Die Abflusskapazität des Rheins soll von der Illmündung bis zur Bodenseemündung von heute 3100 auf mindestens 4300 Kubikmeter pro Sekunde ausgebaut werden. Zudem sollen der Lebensraum aufgewertet und die Möglichkeiten für die Freizeitnutzung und Naherholung verbessert werden. (cz)

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