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La Grande Nation im Toggenburg

Leserbrief
Yvonne Zwingli-Forrer Egg, Wildhaus

Vor ein paar Jahren las ich in einem Regionalmagazin, dass Frau Melanie Eppenberger sich beim ersten Besuch im oberen Toggenburg in unser schönes Tal verliebt habe.

Inzwischen scheint mir jedoch, dass sie wohl das Tal, aber weniger deren Bewohner meinte. Aus ihren unsensiblen, intransparenten und überheblichen Aktionen schliesse ich, dass wir Obertoggenburger ihr mächtig im Wege stehen, um ihre eigenen hochgesteckten Ziele zu erreichen.

Offenheit ist nicht ihr Ding – wie anders ist es möglich, dass «ihre» Toggenburg Bergbahnen AG (TBB) in der heutigen Zeit der transparenten Geschäftswelt derart spärlich, um nicht zu sagen: überhaupt nicht, ­kommuniziert?

Kompromissfähigkeit, Taktgefühl und Verständnis anderen Auffassungen gegenüber sind ebenfalls nicht ihr Ding – oder mag sie ganz einfach keine Kritik, will nicht auf andere Meinungen eingehen, hat Angst davor, sich auf Augenhöhe mit der Bevölkerung auseinanderzusetzen? Geht sie deshalb vor wie Napoleon, der die Grande Nation gründete? Anscheinend glaubt Melanie Eppenberger die Einzige zu sein, die weiss, was für unsere Region gut ist.

Und dies will sie auf Biegen und Brechen durchsetzen, selbst wenn sie dadurch viele gegen sich aufbringt. Mit Verlaub, aber dieses Verhalten ist alles andere als fair und zeugt von einer sehr fragwürdigen Einstellung einer Gemein-schaft gegenüber, die lange Zeit vor Frau Eppenberger die Geschicke unserer Region lenkte – und dies alles andere als schlecht. Die Bewohner des Obertoggenburgs waren immer sehr bodenständig und realistisch. Dies ist auch der Grund, weshalb sie sich nicht von grössenwahnsinnigen Projekten und Vorhaben überzeugen lassen. Ich bin aber sicher, die meisten Bewohner unserer Gemeinde sind dafür, dass die beiden Bergbahnunternehmen sich zusammenschliessen. Doch mit derart brüskierenden Aktionen wie die kürzlich veröffentlichte Kampfansage der TBB gegenüber der Bergbahnen Wildhaus AG (BBW) bewirkt Frau Eppenberger wohl eher das Gegenteil des von ihr Angestrebten.

Zudem bin ich der Meinung, dass «Reiche und Schöne» und Familien mit Kindern sich nicht ausschliessen, sondern ergänzen. Unsere hervorragende Topografie und die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Bergbahnunternehmen zwingen keinen Reichen und/oder Schönen, sich mit Familien abgeben zu müssen – oder umgekehrt. Es ist sogar ein Vorteil, wenn das Obertoggenburg beiden Gästegruppen gerecht werden kann und so unsere wunderbare Region allen etwas bietet, die Freude daran haben.

Das gemeinsame Skiticket im obersten Toggenburg, zu dessen Rettung Frau Eppenberger vordergründig angetreten ist, ist ja bis inklusive Wintersaison 2018/2019 vertraglich abgesichert. Es sollte doch möglich sein, innerhalb dieser Frist eine für alle annehmbare Lösung zu finden und nicht die ganze Region der Lächerlichkeit preiszugeben.

Im Übrigen sind die Churfisten immer noch «unser» Berg und nicht derjenige der Grande Nation, das heisst der Frau Melanie Eppenberger.

Yvonne Zwingli-Forrer Egg, Wildhaus

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