Kunstausstellung im Museum mit «Hand ond Herz»

OBERTOGGENBURG. Im Appenzeller Volkskunde-Museum in Stein ist derzeit die Ausstellung «Mit Hand ond Herz» zur Bauernmalerei am Fuss des Säntis zu sehen. Sechs Kunstschaffenden stellen dabei ihre Werke aus.

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Einblick in sein Leben: Die Wildhauser Skilegende Willi Forrer stellt in Stein aus. (Bild: pd)

Einblick in sein Leben: Die Wildhauser Skilegende Willi Forrer stellt in Stein aus. (Bild: pd)

OBERTOGGENBURG. Im Appenzeller Volkskunde-Museum in Stein ist derzeit die Ausstellung «Mit Hand ond Herz» zur Bauernmalerei am Fuss des Säntis zu sehen. Sechs Kunstschaffenden stellen dabei ihre Werke aus. Als Vertreter dieser seit langer Zeit gepflegten Kunstrichtung sind auch zwei aus dem obersten Toggenburg mit dabei: Jakob Tischhauser aus Unterwasser und die Wildhauser Skilegende Willi Forrer, nach zwei Jahrzehnten in Kanda heute wohnhaft in Klosters. Letzterer berichtet am Samstag, 21. Mai, 14 Uhr, im Volkskunde-Museum aus seinem vielseitigen und erfolgreichen Leben zwischen Skipiste und Staffelei. Zu sehen sind einige seiner Bilder, darunter ein fast 3,50 Meter langer Sennenstreifen. Auch wird er seine Bücher signieren. Die Ausstellung dauert noch bis am 18. September.

Nicht Lebtag lang Bauern

Das Appenzell und das Toggenburg bilden in einigen Dingen einen gemeinsamen (Kultur-) Raum, allen voran aber, wenn es um Brauchtum, Senntum und Bauernmalerei geht. Unterschiede gibt es natürlich, auch und gerade in den Bildern der sechs Maler dieser Ausstellung. Jede und jeder hat seine unverkennbare Handschrift – und es bleibt dem Auge des Betrachters, der Betrachterin überlassen, den Detailreichtum der rund 55 Bilder dieser Ausstellung zu entdecken, zu erforschen, auf sich wirken zu lassen. Gemeinsam ist den Künstlern nebst ihren Wurzeln das wache Auge sowie profunde Kenntnisse des hiesigen Brauchtums: alle sechs malen bäuerliche Szenen. Aber nicht alle waren ihr Lebtag lang Bauern, so wie etwa Jakob Tischhauser.

Die geliebte Heimat

Eines der Merkmale der «modernen» Bauernmalerei im Vergleich mit der «klassischen» – letztere endete in den Zwanzigern – sind die Winterbilder. Sie fehlen in der klassischen Bauernmalerei gänzlich, gehören heute indes zum Standardrepertoire vieler Bauernmaler. So verschieden die sechs Aussteller als Personen sind, sie alle wollen Brauchtum, Landschaft und Tiere der geliebten Heimat möglichst lebensnah abbilden. (ab)