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Kritik am Verwaltungsrat von Raiffeisen

Affäre Vincenz Die Strafuntersuchung gegen den früheren Raiffeisen-Chef strahlt auf die Organisation der Bankengruppe aus. Experte Peter V. Kunz vermisst Professionalität. «Nicht nur persönliche Probleme, sondern ein strukturelles Problem Raiffeisen» – das sieht der Wirtschaftsrechtler bei der Genossenschaftsbank. Im Interview bemängelt Kunz den Verwaltungsrat Raiff­eisens als «amateurhaft» sowie «schwach» und die Strukturen als überkommen. Vor dem Hintergrund der erreichten Grösse und der Systemrelevanz müsste Raiffeisen «längst eine Aktiengesellschaft sein», sagt der Experte der Universität Bern.

Weil im Verwaltungsrat zu wenig Fachwissen vorhanden sei und das disziplinierende Element des Marktes bei der nicht börsenkotierten Raiffeisen fehle, seien der frühere Bankchef Pierin Vincenz und dessen Entscheide nicht hinterfragt worden.

Gegen Vincenz läuft eine Strafuntersuchung wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung. Im Raum steht der Vorwurf, dass sich Vincenz bei Transaktionen mit Firmenbeteiligungen im Umfeld von Raiffeisen und der Kreditkartengesellschaft Aduno privat bereichert haben könnte. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat gestern Untersuchungshaft gegen Vincenz beantragt, der die dritte Nacht in Folge in Gewahrsam der Behörden zubringen musste. Der Haftrichter muss innert 48 Stunden über den Antrag entscheiden.

Kunz hält es für möglich, dass der Antrag abgelehnt wird. Denn er äussert Zweifel daran, dass bei Vincenz die im Regelfall mass­gebenden Haftgründe gegeben sind, nämlich Flucht- oder Verdunkelungsgefahr. (T.G.)25

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