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Krisenkommunikation als Herausforderung

Gemeindepräsident Rolf Züllig musste sich der Medienarbeit in einer Krisensituation intensiv widmen – nach dem Neonazi-Konzert in seiner Gemeinde.
Thomas Schwizer
In der ganzen Schweiz, aber auch in Deutschland wurde über das Neonazi-Konzert berichtet. (Bild: Thomas Schwizer)

In der ganzen Schweiz, aber auch in Deutschland wurde über das Neonazi-Konzert berichtet. (Bild: Thomas Schwizer)

Krisenmanagement ist die passende Bezeichnung für das, was der Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St. Johann während einiger langer Tage jeweils bis in die Nacht hinein zu meistern hatte. Zeitungen, Nachrichtenmagazine, Onlineredaktionen, Radio- und Fernsehsender: Alle wollten ab Sonntagmittag unbedingt sofort ein Interview mit ihm führen oder eine Stellungnahme von ihm haben zum Anlass, der ihn und seine Gemeinde völlig unvermittelt heimgesucht hat.

«Man muss sich gewisser Mechanismen bewusst sein»

«Eine solche Situation sollte einen nicht völlig unvorbereitet treffen», sagt er rückblickend auf seine intensive, gar internationale Medienarbeit nach dem Konzert der Rechtsextremen, das alle Beteiligten überrumpelt hat. Richtig trainieren könne man eine solche Situation mit dem Medienhype nicht, «aber man muss sich gewisser Mechanismen bewusst sein, um entsprechend agieren oder reagieren zu können», sagt Rolf Züllig im Interview mit dem W&O.

Der Gemeindepräsident hat am Samstagabend, 15. Oktober, vom Konzert erfahren. Umgehend hat er mit der Kantonspolizei Kontakt aufgenommen, sich mit ihr getroffen und ein Dispositiv besprochen. Letztlich ging das Konzert vor den rund 5000 unerwünschten Gästen über die Bühne, ohne dass es im und um das Konzertlokal herum zu Gewalt gekommen ist. Züllig war die ganze Nacht lang persönlich vor Ort. Beklemmend war für ihn dabei die Befürchtung, dass die Situation eskalieren könnte. Entsprechend atmete er auf, als der Anlass geordnet verlaufen ist – was beispielsweise bei Fussballspielen nicht immer so ist. Dieser Aspekt sei in der Berichterstattung vielfach fast untergegangen oder dann als Billigung interpretiert worden, bedauert er. 5

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