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KONTROLLEN: Die lukrativsten Blechpolizisten

Im Kanton St. Gallen wurden im vergangenen Jahr 181176 Fahrzeuglenker geblitzt. Am meisten Geld brachte das mobile Radargerät in Schwarzenbach ein – über eine Million Franken.
Christa Kamm-Sager
Ein «Blechpolizist» im Einsatz mitten im Dorf Salez. (Bild: Corinne Hanselmann)

Ein «Blechpolizist» im Einsatz mitten im Dorf Salez. (Bild: Corinne Hanselmann)

Christa Kamm-Sager

christa.kamm@tagblatt.ch

Die Radargeräte im Kanton St. Gallen, die nur temporär an einem Standort installiert sind, generierten im Jahr 2017 12371990 Franken an Bussgeldern. Im Jahr 2016 betrug der Umsatz etwas über 15 Millionen Franken. Spitzenreiter ist der Radar in Schwarzenbach: Er war innerorts an der Wilerstrasse während 49 Tagen, 17 Stunden und 35 Minuten aktiv. Insgesamt passierten in dieser Zeit 380452 Fahrzeuge die Stelle. 11822 davon waren zu schnell unterwegs – der schnellste 102 Kilometer pro Stunde – und kassierten eine Busse. Das ergibt eine Gesamtsumme von 1106470 Franken.

Mit dieser Summe führt Schwarzenbach bei den semistationären Blitzern die Reihenfolge der lukrativsten Radargeräte im Kanton St. Gallen an. «Direkte Vergleiche sind allerdings trügerisch, da die insgesamt 9 mobilen Radargeräte an den 69 Orten im Kanton St. Gallen jeweils unterschiedlich lange aktiv geschaltet waren», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei.

Zu schnell in Ricken und Jona

Sicher ist, dass auch in Ricken häufig zu schnell gefahren wird: Auf der Rapperswilerstrasse wurden an fast 75 Tagen 11387 Fahrzeuglenker geblitzt. Die Geschwindigkeitsüberschreitungen kosteten sie hier insgesamt 858670 Franken. In dieser Zeit passierten 647450 Fahrzeuge die Stelle. An der Zürcherstrasse in Jona stand der Blitzkasten während rund 80 Tagen und generierte in dieser Zeit Bussgelder in der Höhe von 804060 Franken. Geblitzt wurden 9671 Fahrzeuge, das schnellste von ihnen geriet mit 86 Kilometern pro Stunde in die Radarfalle.

Ebenfalls innerorts stand der Radar an der Rorschacherstrasse in Rheineck. In knapp 69 Tagen wurden 10168 Fahrzeuglenker geblitzt, sie zahlten für ihre Gesetzesübertretungen Strafen in der Höhe von 753120 Franken. In Stein raste der schnellste Verkehrssünder mit 98 Kilometern pro Stunde durch die 50er-Zone an der Staatsstrasse. Er und insgesamt 8964 Schnellfahrer zahlten dort zusammen 744820 Franken an Bussen.

Fixe Geräte sind eher bekannt

An sechster Position der «lukrativsten» Standorte rangiert bei den semistationären Radargeräten St. Margrethen. Etwas länger als 49 Tage stand der mobile Blitzer dort, fotografierte insgesamt 7925 Schnellfahrer und spülte dem Kanton damit brutto 651450 Franken in die Kasse.

Weit weniger geblitzt wird bei den fest installierten Blechpolizisten im Kanton St. Gallen – diese Standorte sind den Fahrzeuglenkern eher bekannt. Insgesamt wurden denn im Vergleich zu den semistationären Radarstandorten auch viel weniger Bussen generiert, nämlich 1,26 Millionen Franken. Beim fixen Radar in Altstätten wurden letztes Jahr 3683 Fahrzeuglenker geblitzt. Sie zahlten insgesamt 350270 Franken Bussgelder. An einem der fünf stationären Radargeräte in Rapperswil-Jona wurde am zweitmeisten geblitzt. An der Zürcherstrasse gerieten 778 Schnellfahrer in die Radarfalle und zahlten 202600 Franken an Bussgeldern. Auch an der Kapplerstrasse in Ebnat-Kappel wird vergleichsweise häufig geblitzt: Nämlich genau 2071-mal.

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