Komitee gegen «grüne Zwängerei»

KANTON ST. GALLEN. Am 25. September gelangt die Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)» zur Abstimmung. Die Vorlage fordert die Verankerung einer radikalen Kreislaufwirtschaft in der Verfassung. Im Kanton St.

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KANTON ST. GALLEN. Am 25. September gelangt die Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)» zur Abstimmung. Die Vorlage fordert die Verankerung einer radikalen Kreislaufwirtschaft in der Verfassung. Im Kanton St. Gallen hat sich dagegen ein breit abgestütztes, bürgerliches Komitee formiert. Im Co-Präsidium des kürzlich gegründeten Komitees «Grüner Zwang Nein» engagieren sie sich gegen die Vorlage. Folgende Persönlichkeiten nehmen Einsitz: Thomas Ammann, Nationalrat CVP (Rüthi), Jakob Büchler, Nationalrat CVP, Karin Keller-Sutter, Ständerätin FDP, Marcel Dobler, Nationalrat FDP, Walter Müller, Nationalrat FDP (Azmoos), Thomas Müller, Nationalrat SVP, Toni Brunner, Nationalrat SVP, Barbara Keller-Inhelder, Nationalrätin SVP, Lukas Reimann, Nationalrat SVP, Roland Rino Büchel, Nationalrat SVP, Andreas Hartmann, Präsident Kantonaler Gewerbeverband St. Gallen, und Peter Spenger, Präsident IHK St. Gallen-Appenzell.

Starker persönlicher Verzicht

Die Vorlage gelangt am 25. September zur Abstimmung und verlangt die Festschreibung einer radikalen Kreislaufwirtschaft in der Verfassung. Dabei soll die Schweiz ihren Ressourcenverbrauch bis ins Jahr 2050 um mehr als 65 Prozent senken.

Die Annahme der Vorlage wäre mit einem starken persönlichen Verzicht verbunden, heisst es in einer Mitteilung des Komitees. Hätten doch neue, lenkungsorientierte Umweltabgaben eine signifikante Verteuerung der Nahrungsmittel, des Wohnens sowie des Reisens zur Folge. Zu rechnen wäre aber nicht nur mit Konsum-, sondern auch mit Produktionsbeschränkungen. Diese bekäme vor allem die Wirtschaft zu spüren. So hätten viele Unternehmen zunehmend Mühe, wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb empfiehlt das Komitee, ein Nein in die Urne zu legen. (pd)