Kleinkinder entdecken lassen

Ab 10. August bietet der Verein Spielraum-Lebensraum eine Halbtagesbetreuung für Kleinkinder von Montag bis Freitag an. Das Angebot heisst «Kinderstube» und orientiert sich am Konzept von Emmi Pikler.

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Präsidentin Jeannette Berger (rechts) und Leiterin Margrit Meier in einem der «Kinderstube»-Räume. (Bild: Corinne Hanselmann)

Präsidentin Jeannette Berger (rechts) und Leiterin Margrit Meier in einem der «Kinderstube»-Räume. (Bild: Corinne Hanselmann)

GRABS. Jeweils von 7.30 bis 13.30 Uhr, oder auf Wunsch nur bis vor dem Mittagessen, werden ab August Kleinkinder in der alten Tuchfabrik in Grabs betreut. Der Verein Spielraum-Lebensraum baut damit sein Angebot aus.

Der Nachfrage nachkommen

Seit zehn Jahren werden mehrmals wöchentlich pädagogisch begleitete Eltern-Kind-Gruppen angeboten. Die bis dreijährigen Kinder haben dabei die Möglichkeit, selbständig zu spielen, während die Eltern ihre Aktivitäten beobachten können und gleichzeitig lernen, wichtige Entwicklungsschritte zu sehen. Zusätzlich werden Spielgruppen angeboten, wo Kinder ab drei Jahren zwei Stunden ohne Mutter oder Vater verbringen.

«Die Nachfrage von Eltern, die unser Angebot bereits nutzen, haben uns dazu bewogen, nun auch eine Vormittagsbetreuung ins Leben zu rufen», erklärt Margrit Meier, eine der Leiterinnen. Betreut werden Kinder ab vier Monaten bis zum Kindergarteneintritt. Die «Kinderstube» wird jeweils von Montag- bis Freitagvormittag angeboten. «Noch gibt es an alle Tagen freie Plätze», so Meier. Willkommen sind nicht nur Grabser Kinder, auch Familien aus der ganzen Region Werdenberg und Rheintal sowie aus dem Fürstentum Liechtenstein bringen ihre Sprösslinge zur Betreuung in die alte Tuchfabrik.

Piklers pädagogischer Weg

Die Angebote des Vereins Spielraum-Lebensraum orientieren sich hauptsächlich an den Grundlagen der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler, die in der Kleinkindpädagogik neue Wege ging. Pikler war der Auffassung, dass Kinder ein grosses Selbstbildungspotenzial mitbringen. Sie können vieles selbst entdecken, ohne dass sie angeleitet werden. «Wem dieses Konzept zusagt und das Kind selbst entdecken lassen möchte, ist beim Verein Spielraum-Lebensraum richtig», so Meier. (pd/ch)