Klares Bekenntnis zum Bildungsstandort

SARGANS. Das Zentrum für berufliche Weiterbildung (ZbW) schafft im BZSL in Sargans eigene Unterrichtsräume. Damit unterstreicht es seine längerfristigen Ambitionen.

Jerry Gadient
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Die Pläne liegen vor: Der Sarganser Gemeindepräsident Jörg Tanner, ZbW-Direktor André Gnägi und BZSL-Rektor Franz Anrig (von links) freuen sich über die weitere Aufwertung des Bildungsstandortes. (Bild: Jerry Gadient)

Die Pläne liegen vor: Der Sarganser Gemeindepräsident Jörg Tanner, ZbW-Direktor André Gnägi und BZSL-Rektor Franz Anrig (von links) freuen sich über die weitere Aufwertung des Bildungsstandortes. (Bild: Jerry Gadient)

SARGANS. Das Zentrum für berufliche Weiterbildung (ZbW) schafft im BZSL in Sargans eigene Unterrichtsräume. Damit unterstreicht es seine längerfristigen Ambitionen.

Zehnjahres-Mietvertrag

Sieben moderne Schulzimmer für die Studierenden – zur Zeit sind es rund 170 – des Zentrums für berufliche Weiterbildung (ZbW) und ein Labor Steuerungstechnik-Automation für die Ausbildungen auf Stufe Technik HF (Höhere Fachschule): Dies wird im Sockelgeschoss des Schulhauses der Berufs- und Weiterbildungszentrums Sarganserland (BZSL) realisiert. Rund 3,3 Millionen Franken investieren der UBS Immobilienfonds Swissreal als Besitzer des Gebäudes und das ZbW. Baubeginn ist im Juli, im August 2016 sollen die neuen Schulräumlichkeiten bezogen werden. «Es ist ein klares Bekenntnis zum Bildungsstandort Sargans», unterstreicht ZbW-Direktor André Gnägi die längerfristigen Ambitionen. Mit dem UBS-Fonds ist ein Zehnjahres-Mietvertrag abgeschlossen worden. Das ZbW ist in Sargans zurzeit an zwei Orten Untermieter, zum einen in zwei Räumen der ibW Höhere Fachschule Ostschweiz im Bahnhofpark, zum anderen im BZSL am Langgrabenweg.

Übergangslösung für Kanti?

Gemäss Gnägi wird man mit dem Bezug der neuen Räumlichkeiten diejenigen im Bahnhofpark aufgeben. Unter dem Strich verfügt man ab August 2016 über fünf zusätzliche Schulzimmer. Weiterhin wird man Schulräume des BZSL nutzen.

Diese Synergien werden seit dem Einzug des ZbW am Langgrabenweg genutzt: Der BZSL-Schulbetrieb findet tagsüber, die ZbW-Weiterbildung schwergewichtig abends und an den Wochenenden statt. Was auch heisst, dass die ab August 2016 neu zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten während des Tages zur Verfügung stehen. Was allenfalls Teil einer Übergangslösung für die Kantonsschule sein könnte, wo mit den Umbau- und Erweiterungsarbeiten im nächsten Frühling begonnen werden soll. «Ich habe den Kantonsschulverantwortlichen ein entsprechendes Angebot unterbreitet», sagte Gnägi dazu.

Ein Signal für Sargans

Die Gemeinde freue sich über die Investition in den Bildungsstandort, sagte der Sarganser Gemeindepräsident Jörg Tanner an der Orientierung über die ZbW-Pläne. Es sei das Signal, dass sich das ZbW in Sargans etablieren wolle, und am Vorhaben sehe man auch das Potenzial von Sargans mit der sehr guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr und an die Strasse. Für den Vizepräsidenten der Berufsfachschulkommission des BZSL ist es auch «ein gewisses Signal, dass man das Grundbildungsangebot am BZSL erweitert und damit den gleichen Schub wie im Bereich Weiterbildung erhält». So könnte sich Tanner vorstellen, dass am BZSL eine Sportschule in der kaufmännischen Ausbildung geführt wird.

Rektor Franz Anrig wies auf die Bezeichnung «Weiterbildung» in BZSL hin. Das BZSL selber könne diesen Bereich nicht stemmen, doch das professionelle und renommierte ZbW bilde hier die ideale Ergänzung. «Das ZbW gibt das Tempo vor, wir dürfen in der Grundbildung nicht hinterherhinken», wünscht sich auch Anrig einen weiteren Auf- und Ausbau des BZSL-Grundbildungsangebotes an seiner Schule.