Klanghaus: Nächste Schritte

Seit der Initiierung des Projektes Klanghaus Toggenburg hat sich einiges getan. In den kommenden Monaten stehen nun elementare Meilensteine auf dem Weg zur Realisierung bevor.

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Das Klanghaus Toggenburg am Schwendisee ist als integrale Holzkonstruktion geplant (Modellfoto). (Bild: pd)

Das Klanghaus Toggenburg am Schwendisee ist als integrale Holzkonstruktion geplant (Modellfoto). (Bild: pd)

TOGGENBURG. Die ursprüngliche Idee zum Klanghaus Toggenburg hatte der Klangwelt-Toggenburg-Pionier Peter Roth vor vielen Jahren. Mittlerweile ist das Projekt ausgereift und hat bereits einige Hürden auf dem Weg zur Realisierung genommen. In den nächsten Monaten stehen dem einzigartigen Kulturprojekt unter der Fittiche des Kantons St. Gallen nun wichtige Schritte bevor. Grund genug, aus Sicht der IG Klanghaus Toggenburg, den aktuellen Stand aufzuzeigen und einen umfassenden Ausblick zu gewähren.

Holzkonstruktion geplant

Das geplante Klanghaus am Schwendisee oberhalb von Unterwasser soll ein aussergewöhnliches Angebot der Klangwelt Toggenburg schaffen sowie zum musikalischen und architektonischen Zentrum für Naturtonmusik werden. Als Klangwerkstatt mit einzigartiger Akustik wird das Klanghaus sowohl professionelle Musikerinnen und Musiker als auch Laien aus nah und fern für Proben, Kurse, Forschung und Experimente anziehen.

Das Gebäude ist als integrale Holzkonstruktion geplant, dessen Holz im Toggenburg geschlagen werden soll. Aufgrund des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung wird der Bau weiter weg vom See als das ursprüngliche Seegüetli gebaut und die Strassenführung entsprechend angepasst.

Lesung im Kantonsrat

Der Kanton St. Gallen plant als Bauherr das Klanghaus, als Betreiber ist dann aber die Klangwelt Toggenburg vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf 24,3 Millionen Franken. Davon werden fünf Millionen Franken vor Baubeginn verbindlich durch Stiftungen und Gönner finanziert.

Der verbleibende Kreditbedarf von 19,3 Millionen untersteht dem obligatorischen Finanzreferendum. Diesbezüglich wurde in der Septembersession des Kantonsrats die vorberatende Kommission bestellt. Die erste Lesung findet in der Novembersession 2015 statt, die zweite Lesung in der Februarsession 2016. Stimmt der Kantonsrat dem Projekt zu, ist im Herbst 2016 die Volksabstimmung geplant. Bei einer Zustimmung durch das Volk könnte im Jahr 2018 mit dem Bau begonnen werden.

Positive Stimmung

Im Toggenburg ist die positive Zustimmung und breite Unterstützung deutlich spürbar. Das Generationenprojekt Klanghaus ist eine einmalige Entwicklungschance, generiert Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze im Toggenburg. Das regionalpolitische Zeichen des Kantons ist ein Imageträger und Leuchtturm für das gesamte Tal. Nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die politischen Gremien sowie Industrie und Wirtschaft haben dies erkannt und treten als Befürworter auf. Dies teilweise auch als Mitglied der IG Klanghaus Toggenburg, welcher sich bereits weit über 1000 Personen angeschlossen haben.

Dieses positive Zeichen lässt sich übrigens ganz einfach und absolut kostenlos setzen, indem man sich auf der Homepage www.klanghaustoggenburg.ch einträgt. Gerade jetzt gilt es gemeinsam dafür zu kämpfen, dass auch das Toggenburg im Rahmen der kantonalen Kulturförderung zum Zuge kommt und die Gelder nicht nur in die urbanen Gebiete fliessen. (pd)