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KITZBÜHEL/VADUZ/TOGGENBURG: Die verschollene Ski-Sammlung ist gefunden - bleibt aber vorerst ausser Reichweite

Der Fall der verschollenen Sammlung von Noldi Beck weitet sich immer mehr zum internationalen Ski-Krimi aus. Anlässlich des Hahnenkammrennens in Kitzbühel wird nun das Gespräch gesucht.
Manuela Schädler
Tausende Wintersportartikel sind verschollen. (Bild: Rainer Sturm/Pixelio)

Tausende Wintersportartikel sind verschollen. (Bild: Rainer Sturm/Pixelio)

Am Wochenende schaut die ganze Skiwelt nach Kitzbühel, wo das legendäre Hahnenkammrennen stattfindet. Damit rückt auch die verschollene Ski- und Wintersportsammlung des verstorbenen Noldi Beck wieder in den Vordergrund. «Wir geben nicht auf und suchen weiter nach unseren verschwundenen Leihgaben», sagt Liselotte Schlumpf aus dem Toggenburg, die zusammen mit drei weiteren Frauen von «Nostalski» auf der Suche nach der Sammlung ist. Diese befinde sich immer noch in Kitzbühel. «Wir wissen auch, in welchem Gebäude, kommen aber nicht ran», sagt sie. Auch Rolf Dieter Lehner von Kitzbühel-TV bestätigt, dass sich die Sammlung immer noch im Ort und «in den Händen der Familie Reisch» befindet. Vergangenen September kam das Gerücht auf, dass die Sammlung nach Deutschland verkauft worden sei. Gemäss Insider-Informationen sollen zwar Verkaufsgespräche stattgefunden haben, diese wurden aber nicht abgeschlossen.

Nach Facebook-Aufruf grosse Rückmeldung

Der Grund für die gescheiterten Verkaufsgespräche könnte einerseits der grosse Umfang der Sammlung sein. Andererseits auch, dass sich immer mehr Betroffene melden, die ihre Leihgaben wieder zurückhaben wollen. Wie Liselotte Schlumpf sagt, hat der Aufruf per Facebook im September einiges bewegt. «Es haben sich ehemalige Skirennfahrer, Bergsteiger, Persönlichkeiten aus der Industrie und sehr viele Menschen aus dem Toggenburg gemeldet, die Exponate in die Sammlung gegeben haben.» Es gehe dabei um rund 1500 Artikel. Allein die Schweizer Skilegende Willi Forrer habe 500 Einzelstücke zur Verfügung gestellt: Pokale, Medaillen, Fotos, Ranglisten, Helme – alles übergab er Noldi Beck als Leihgabe, wie er sagt.

Auch in Vorarlberg melden sich erste Personen, die auf der Suche nach Sammelstücken sind. Etliche Vorarlberger haben sich bei Christian Lingenhöhle vom FIS-Skimuseum in Damüls gemeldet. «Auch namhafte Persönlichkeiten wie Olympiasieger Patrick Ortlieb», betont er. Doch wie im Fall der Toggenburger gibt es auch hier keine Verträge. «Zum Teil ging die Übergabe nur per Handschlag vonstatten», sagt Lingenhöhle. Bekanntlich hat Noldi Beck seine Sammlung nicht aufgelistet. Umso schwieriger wird es für die Betroffenen nun werden, die Gegenstände wieder zurückzubekommen. Liselotte Schlumpf hofft auf die Menschlichkeit der heutigen Besitzerin Signe Reisch – auf den Rechtsweg will man verzichten. «Aber im Moment blockt sie völlig ab. Auf einen persönlichen Brief hat sie nicht reagiert.»

Willi Forrer reist diese Woche ans Hahnenkammrennen nach Kitzbühel. Dabei will er sich mit Signe Reisch treffen und sie zur Rede stellen.

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