Kindergarten, Mutti und Mafia

Die Politik verkommt zunehmend zum Kindergarten. Statt Differenzierung herrscht Einfalt. Political Correctness erlaubt nur noch eine Meinung. Mit schrecklichen und falschen Bildern pushen Parteien, Hilfswerke, Ämter usw. gezielt ihr lukratives Geschäft mit der Not.

Merken
Drucken
Teilen

Die Politik verkommt zunehmend zum Kindergarten. Statt Differenzierung herrscht Einfalt. Political Correctness erlaubt nur noch eine Meinung. Mit schrecklichen und falschen Bildern pushen Parteien, Hilfswerke, Ämter usw. gezielt ihr lukratives Geschäft mit der Not. Das Chaos wird unter dem Pseudonym «Flüchtlingshilfe» vermarktet, und die Politik verliert vollends den Kopf. «Je suis Charlie» war gestern. Wer heute eine differenzierte Meinung vertritt, dem wird nicht gerade der Kopf abgetrennt, aber die öffentliche Diffamierung bis hin zum Rufmord ist ihm sicher. Dafür steht der mediale Wächterrat. Er schlägt schon dort willkürlich zu, wo die Einwanderung auf ihre Konformität geprüft wird.

Die Wächter akzeptieren zum Beispiel keinen Unterschied zwischen Kriegsflüchtlingen, illegalen Wirtschaftsmigranten oder Bedrohten an Leib und Leben. Nein. Es gibt nur eine Kategorie: Flüchtling mit dem Recht auf Willkomm und Anspruchserfüllung. Und die Politik führt Regie in diesem Affentheater. Sogar Mutti Angela bewunderte unsere Demokratie und unseren vorzüglichen Umgang mit Flüchtlingen. Pech und Schwefel soll über jeden kommen, der ihrem Bauchpinseln eine Absicht unterschiebt.

Politik sollte sich vom (Boulevard-)Journalismus unterscheiden. Aber sie hat sich ihm ganz offensichtlich angeglichen. Mit ihrer arroganten Ignoranz gegenüber dem Souverän und der Willkür im Umgang mit Regel und Gesetz verscherzt sie sich ihre Autorität. Statt nachhaltig rational zu agieren, reagiert die Politik nur noch momentan und emotional auf Medienklamauk und Minderheitenterror. Sie, die das abverheite Update für Afrika mit 1000 Milliarden gesponsert hat und mit neuen 1000 Milliarden sogar das Weltklima zu retten vorgibt, hat kein Rezept, wie Staaten und Regierungen dazu entwickelt werden können, damit Bürger ihrer Heimat in Zukunft nicht entfliehen.

Journalismus sollte sich von der Politik unterscheiden. Aber genau da unterscheiden sich die Medien immer weniger. Statt klarzumachen, dass nicht auf der einen Seite die Guten und auf der anderen die Bösen sind, ergreifen sie Partei, malen Teufel an die Wand und dämonisieren – oder sie glorifizieren über den siebten Himmel hinaus. Das Räderwerk der Demokratie aber braucht anständig geerdeten Journalismus. Dieser zeichnet sich aus durch den sachlichen Grundton, die gewissenhafte Recherche, das Auseinanderhalten, die Differenzierung, auch wenn es auf Kosten von Schlagzeilen geht. Sympathie oder Nichtsympathie ist kein Kriterium.

Der Unterschied zwischen dem, was veröffentlicht wird, und dem, was die Öffentlichkeit wahrnimmt, ist mittlerweile riesengross. Die Menschen haben es zunehmend satt, von einer politisch-medialen Mafia desinformiert zu werden. Das Selbstverständnis, von den Medien die Wahrheit zu erfahren, ruht im Grab. Die steigende Stimm- und Wahlabstinenz ist das alarmierende Zeichen dafür, dass in unserem Land auch den Politikern nicht mehr geglaubt wird. Das macht mir Sorge, denn früher oder später fliegt uns so die Demokratie einmal um die Ohren.

Christof Ammann

Hintere Stütlistrasse 2, 9472 Grabs