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Kinder und das Spielzeuggeschäft

Wieder flattern die Kinderwunschzettel der Grossverteiler ins Haus: ein Fest für die Kunststoff-Spielzeugindustrie! Schrill-bunter Plastikschrott aus Billiglohnländern überschwemmt die Kinderzimmer.
Maria Luisa Nüesch Aeulistrasse 3, Buchs

Wieder flattern die Kinderwunschzettel der Grossverteiler ins Haus: ein Fest für die Kunststoff-Spielzeugindustrie! Schrill-bunter Plastikschrott aus Billiglohnländern überschwemmt die Kinderzimmer. Beim Anblick von vielen Spielzeugen fühlt man sich bei Bubenspielzeug in ein Gruselkabinett versetzt oder bei den Mädchen in einen rosaroten Kitschfilm. Soll das wirklich die Welt unserer Kinder sein? Was hat das mit ihrem Leben zu tun?

Gibt es wenigstens für Babies etwas Schönes? Weit gefehlt! Da dudelt und blinkt es ohne Ende – eine totale Überreizung der kindlichen Sinne findet statt. Den Eltern wird angepriesen, wie viel die Kinder dabei lernen würden. Achtung, liebe Eltern: 1. Werdet ihr halb wahnsinnig ob der sich endlos wiederholenden batteriebetriebenen «Begleitmusik» und der völlig überdrehten, blechernen «Stimmbegleitung», die dem Baby dümmliche Anweisungen gibt. Solche Babyspielsachen unterhöhlen systematisch von Geburt an das selbsterfundene eigenständige Spiel der Kinder, ihre angeborene Spiel- und Lernfreude. Was sie lernen ist: Ich bin nicht fähig, selber zu spielen!

Genau das gefällt der Spielzeugindustrie, darauf haben sie es abgesehen. Es gibt nämlich kein kauffreudigeres Publikum als Eltern, deren Kinder nicht mehr von sich aus spielen können. Diese Kinder sind halt sehr mühsam und unzufrieden. Da ist man notgedrungen ganz schnell auf der direkten Schiene zur digitalen Unterhaltungsmaschinerie, welche solche Kinder «scheinbar» ruhig hält.

Das selbsterfundene Spiel zu fördern, ist ein Gebot der Stunde. Es ist das eigentliche Lebenselixier der Kinder. Je einfacher dabei das Spielzeug, desto besser. Unverdorbene Babies spielen ohne Ende mit Haushaltgegenständen wie Kellen, Schwingbesen, Pfannen und Wäscheklammern. Sie lieben «echte» Dinge.

Nicht umsonst gab es das umwerfende Experiment, bei dem ganze Kindergärten ausgeräumt wurden und es nur noch Grundmaterial wie grobe Klötze, Tücher, Seile, Schachteln usw. hatte. Da begannen die Kinder wieder zu spielen und zwar mit voller Konzentration und Hingabe – und ganz ohne Vorgaben und Anleitungen. Und man staune: Aus diesen Kindern sind gute Schüler geworden, die voller Entdeckungsfreude am Lernen waren. Ihr ungestörtes Spiel war die Grundlage dieser Fähigkeit.

Die Spielräume des Vereins Spielraum Lebensraum in Grabs unterstützen seit zehn Jahren Eltern und Kinder beim Spiel.

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