Kinder fürs Leben fit machen

Elli Kammerer, Präsidentin Mütter- und Väterberatung, blickte auf ihr erstes und bewegte Präsidialjahr zurück. Neu wird sich der Verein insbesondere mit dem Thema Integration und Migration befassen.

Heidy Beyeler
Drucken
Teilen
Das Projekt Miges Balù soll Eltern mit Migrationshintergrund für eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung ihrer Kinder sensibilisieren. (Bild: pd)

Das Projekt Miges Balù soll Eltern mit Migrationshintergrund für eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung ihrer Kinder sensibilisieren. (Bild: pd)

SENNWALD. Welch wichtige Aufgabe die Mitarbeiterinnen der Mütter- und Väterberatung (Muvb) zum Wohl der Kinder innehaben, wurde anhand der Jahresberichte anlässlich der Hauptversammlung im Altersheim Forstegg, Sennwald, deutlich.

Aus dem Jahresbericht der Beraterinnen Susanne Guidon, Heidi Wohlwend und Sonja Schädler war gut zu erkennen, wie wichtig der Austausch unter Berufskolleginnen auf kantonaler Ebene ist, um den hohen Ansprüchen der Beratungen entsprechen zu können. Dazu sind Treffen zu bestimmten Themen ebenso hilfreich wie die verschiedenen Weiterbildungsangebote, die von den Beraterinnen regelmässig besucht werden.

Wichtiges Thema: Förderung

Die vor einem Jahr neugewählte Präsidentin Elli Kammerer hat sich augenscheinlich gut in ihre neue Aufgabe eingearbeitet, wie aus ihrem Jahresbericht hervorgeht. Sie betonte die Wichtigkeit einer breitabgestützten Vernetzung für alle Beteiligten – Fachstellen wie Akteure. Das gelte auch für die Mütter- und Väterberatung Werdenberg. Deshalb ist per Ende 2016/Anfang 2017 eine eigene Homepage geplant.

In Zukunft will Elli Kammerer auf das Thema «Frühe Förderung» ein besonderes Augenmerk legen. Dies entspricht dem Ansinnen der Departemente Inneres, Bildung und Gesundheit des Kantons St. Gallen. Dazu wurde diesbezüglich eine kantonale Strategie ausgearbeitet – ganz nach dem Motto: «Um kleine Kinder fit fürs Leben zu machen, braucht es den ganzen Kanton – eine kantonale Strategie speziell für die Kleinsten». Am 1. Juli 2015 veröffentlichten die drei genannten kantonalen Departemente dazu die Handlungsgrundlagen bzw. -empfehlungen für alle Akteure.

Beratung für Fremdsprachige

In diesem Zusammenhang soll auch das Projekt Miges Balù in Buchs Einzug halten, wie Kammerer in ihrem Jahresbericht festhielt. Miges Balù ist ein überregionales Projekt und soll dazu dienen, Eltern mit Migrationshintergrund für eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung ihrer Kinder zu sensibilisieren. Auch diese Familien sollen genauso von den Dienstleistungen der Mütter- und Väterberatung profitieren können wie Schweizer Familien. Damit dies möglich ist, werden beispielsweise bei Gesprächsrunden und in Einzelberatungen für fremdsprachige Eltern interkulturelle Vermittlerinnen eingesetzt.