Keine Einsprache gegen Aufhebung der Quelle

TRÜBBACH/SARGANS. Die Nutzung der Wolflochsquelle für die öffentliche Trink- und Brauchwasserversorgung kann aufgehoben werden.

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TRÜBBACH/SARGANS. Die Nutzung der Wolflochsquelle für die öffentliche Trink- und Brauchwasserversorgung kann aufgehoben werden. Bis zum Ende der Auflagefrist am vergangenen Freitag sind in den beiden betroffenen Gemeinden Wartau und Sargans keine Einsprachen eingegangen, wie die beiden Gemeindekanzleien auf W&O-Anfrage bestätigten.

Den Antrag, die Nutzung aufzuheben, stellte die Dorfkorporation Trübbach. Sie ist nebst der Strom- auch für die Wasserversorgung des Dorfes Trübbach und für den Unterhalt sowie die Erneuerung der Versorgungsnetze zuständig. Sie nutzte bisher die Wolflochsquelle.

Zu wenig gesichert

«Die Quelle ist zu wenig gut gegen den Zutritt durch Personen gesichert. Wir müssten deshalb grössere Sanierungsmassnahmen treffen, die sehr kostenaufwendig wären. Denn es gibt keine Zufahrt zu dieser 2,5 Kilometer im Berginnern befindlichen Quelle», begründet Hans Senn, Präsident der Dorfkorporation Trübbach, den Antrag. Auch nicht einfach wäre es, die geforderte Grundwasserschutzzone auszuscheiden. Denn auch die rechtliche Situation, wem letztlich die Quelle gehöre, sei ungeklärt.

Für Notwassernutzung

Bei starkem Regen enthalte das Quellwasser viele Schwebstoffe. Doch könnte man dieses Problem mit entsprechenden Massnahmen lösen, sagt Senn. Weil aber in der Gemeinde genug gutes Trinkwasser vorhanden sei, will die Dorfkorporation die Wolflochsquelle nur noch als Notwasserversorgung nutzen.

Das Dorf Trübbach wird gemäss Informationen auf der eigenen Internetseite in erster Linie mit Quellwasser versorgt. Bei Spitzenverbräuchen und länger anhaltendem grossen Verbrauch kann zusätzlich Grundwasser in die Versorgung eingespiesen werden. (ht)