Keine bis geringe Lohnerhöhungen

REGION. Fast zwei Drittel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Unternehmen der Region Sarganserland-Werdenberg dürfen im Jahr 2015 keinen oder nur einen minimalen Zustupf auf ihrer monatlichen Lohnüberweisung erwarten.

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REGION. Fast zwei Drittel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Unternehmen der Region Sarganserland-Werdenberg dürfen im Jahr 2015 keinen oder nur einen minimalen Zustupf auf ihrer monatlichen Lohnüberweisung erwarten.

«Wie bisher» für die meisten

40 Prozent der Mitarbeitenden dürfen im neuen Jahr gar keine Lohnerhöhung erwarten, knapp 22 Prozent maximal 0,5 Prozent. Das zeigt die Mitgliederbefragung des regionalen Arbeitgeberverbandes. Das entspricht laut Christian Eggenberger, Sekretär des regionalen Arbeitgeberverbandes, ungefähr den Zahlen des Vorjahres und der gesamtschweizerischen Entwicklung. Jede und jeder darf sich also glücklich schätzen, wenn seine Arbeit künftig mit über einem Prozent höher entlöhnt wird. Das wird laut der Auswertung die Ausnahme sein.

Die gesamte Lohnsumme der befragten 120 Unternehmen steigt um 0,9 Prozent, was fast genau dem schweizerischen Durchschnitt für 2015 (0,95 Prozent) entspricht, wie Christian Eggenberger gestern vor den Medien feststellte.

Meistens individuelle Anpassung

Zudem werden im Fall einer Erhöhung der Lohnsumme nur im Ausnahmefall alle Mitarbeitenden in gleichem Mass profitieren. In der Regel werden Anpassungen individuell aufgrund veränderter Tätigkeit oder besonderer Leistungen gewährt. «Es gibt weniger überdurchschnittliche Erhöhungen als im Vorjahr», ist eine weitere Feststellung aus der Mitgliederumfrage. Im Vorjahr war «ein Ausreisser» in der Industrie dafür verantwortlich, dass für 2014 die Lohnsumme insgesamt in der Region stärker gewachsen ist, wie es gestern hiess. Betreffend der Lohnanpassungen ergibt sich kein einheitliches Bild nach Branchen oder Betriebsgrösse. In der Baubranche werden die Löhne im Rahmen des GAV nächstes Jahr neu verhandelt, wie es hiess.

Kein Druck durch Teuerung

Generell würden die Unternehmen auch wenig Druck beziehungsweise kaum eine Erwartungshaltung der Mitarbeitenden für bedeutende Lohnerhöhungen spüren, stellte AGV-Präsident Markus Probst gestern fest.

Und auch von aussen gebe es kaum Impulse, um die Löhne generell zu erhöhen. Die Teuerung bleibe weiterhin «praktisch gleich null», seit längerer Zeit gebe es in der Schweiz keine Inflation. (ts)

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