Kein Spiel des FC St. Gallen – und doch Radau

MELS. Das Auswärtsspiel des FC St. Gallen gestern in Sion fand nicht statt. Einige Anhänger der St. Galler suchten dennoch Streit: In Mels prügelten sie sich mit Fans der Berner Young Boys. «Das ist aus meiner Sicht ein aussergewöhnlicher Vorfall», sagt Bruno Metzger, Sprecher der St.

Daniel Walt
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MELS. Das Auswärtsspiel des FC St. Gallen gestern in Sion fand nicht statt. Einige Anhänger der St. Galler suchten dennoch Streit: In Mels prügelten sie sich mit Fans der Berner Young Boys. «Das ist aus meiner Sicht ein aussergewöhnlicher Vorfall», sagt Bruno Metzger, Sprecher der St. Galler Kantonspolizei. Am Samstagabend hatten die Berner Young Boys beim FC Vaduz gastiert. Nach dem enttäuschenden 1:1 ihrer Lieblinge bestiegen die YB-Fans den Extrazug. Kurz vor 23 Uhr zogen sie in der Nähe des Industriegebietes von Mels dann die Notbremse, stiegen aus und lieferten sich eine Schlägerei mit Anhängern des FC St. Gallen.

Passanten alarmierten in der Folge die Kantonspolizei. Mehrere Patrouillen konnten daraufhin zehn Personen anhalten und sie in Gewahrsam nehmen. Laut Polizeisprecher Bruno Metzger gaben St. Galler Anhänger bei der Befragung zu Protokoll, dass die Schlägerei zwischen den Espen-Fans und den Anhängern aus Bern im Vorfeld verabredet worden war. Speziell: Die St. Galler Fans nahmen tatkräftige Unterstützung von Anhängern eines Fussballvereins aus Slowenien in Anspruch.

Die sechs Beteiligten aus der Schweiz wurden nach der Befragung wieder auf freien Fuss gesetzt. Vier Männer im Alter von 21 bis 25 Jahren mit Wohnsitz in Slowenien wurden von der Kantonspolizei vorerst festgenommen. «Aufgrund ihres Aufenthaltsstatus in der Schweiz wollten wir zunächst abwarten, ob in Bern bei der dortigen Polizei Anzeigen oder Meldungen über Verletzte eingehen», sagt Bruno Metzger. Dies war vorerst nicht der Fall, so dass die Fans aus Slowenien laufengelassen wurden. Sie sowie die sechs St. Galler Anhänger, welche die Polizei vor Ort antraf, werden wegen Landfriedensbruchs angezeigt.

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