Kantonale Laboratorien fanden Gift in Hartkäse

ST. GALLEN. Die kantonalen Laboratorien der Ostschweiz führen regelmässig gemeinsame Untersuchungsaktionen durch: 2014 waren es 40 Kampagnen, für die rund 1200 Proben analysiert wurden. Das Kantonale Labor St.

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ST. GALLEN. Die kantonalen Laboratorien der Ostschweiz führen regelmässig gemeinsame Untersuchungsaktionen durch: 2014 waren es 40 Kampagnen, für die rund 1200 Proben analysiert wurden. Das Kantonale Labor St. Gallen untersuchte, ob an Verpackungen von Lebensmitteln unerwünschte Stoffe festgestellt werden können. Analysiert wurden unter anderem bedruckte Pappteller, Döner-Boxen oder Kaffeefilter. Insgesamt waren es 50 Proben. Die Beanstandungsquote lag bei acht Prozent. Das Ergebnis gilt als «nicht-besorgniserregend». Als Folge davon müssen nun einige der Produzenten der Verpackungen ihre Prozesse anpassen.

Eine weitere Kampagne konzentrierte sich auf Aflatoxine, die durch Schimmelpilze gebildet werden. Sie gelten als akut toxisch und sind krebserregend. Über Kühe, die verschimmelte Futtermittel gefressen haben, könnten sie als Aflatoxin M1 in Milchpulver, Milch oder Käse gelangen. Fündig wurden die Experten bei allen Hartkäse-Proben. Bei den Produkten aus der Schweiz und aus Spanien wurden nur geringe Mengen entdeckt.

Deutlich schlechter schnitt Hartkäse aus Italien ab: Fünf der elf untersuchten Proben waren deutlich mit dem Aflatoxin M1 belastet. Nachfragen beim Hersteller brachten dafür keine Erklärung. Beim italienischen Hartkäse seien deshalb weitere Kontrollen notwendig, lautete die Schlussfolgerung des Laboratoriums. An den Kampagnen sind die Labors in St. Gallen, Thurgau, Graubünden, Schaffhausen und Zürich sowie die Lebensmittelkontrolle Liechtensteins beteiligt. (sda)