Kantonalbank erzielt mehr Reingewinn

ST. GALLEN. Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) hat im ersten Halbjahr den Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 15,5 Prozent gesteigert. Dazu trug der Verkauf der Beteiligung an der Fondsgesellschaft Swisscanto bei. Das operative Geschäft war dagegen geprägt vom Tiefzins-Umfeld.

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ST. GALLEN. Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) hat im ersten Halbjahr den Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 15,5 Prozent gesteigert. Dazu trug der Verkauf der Beteiligung an der Fondsgesellschaft Swisscanto bei. Das operative Geschäft war dagegen geprägt vom Tiefzins-Umfeld.

Negativzinsen wirken sich aus

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die Einführung von Negativzinsen drückten auf das Zinsengeschäft, wie die Bank gestern informierte: Der Erfolg fiel mit 143,5 Millionen Franken 3,1 Prozent tiefer aus als in der gleichen Periode des Vorjahres.

Erfolgreiches Handelsgeschäft

Rechnet man die Verluste aus dem Zinsengeschäft noch dazu, wie dies die neuen Rechnungslegungsvorschriften verlangen, verdiente die SGKB mit dem klassischen Bankgeschäft sogar 4,4 Prozent weniger. Neben dem unverändert hohen Druck auf die Zinsmargen seien die Zinsabsicherungs-Kosten gestiegen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Roland Ledergerber. Dafür stieg der Erfolg aus dem Handelsgeschäft um rund ein Drittel auf 20,2 Millionen Franken. Beim Kommissionsgeschäft spürte die Bank die Zurückhaltung der Kunden bei Wertschriftengeschäften und den Wegfall von Entschädigungen für den Verkauf von Swisscanto-Fonds. Das Ergebnis des Geschäftsfeldes fiel mit 56,7 Millionen Franken darum etwas tiefer aus. (sda) ? WIRTSCHAFT 18