Kanton verordnet Altstätten Holzfenster

ST. GALLEN. Altstättens Kulturbauten und Gebäude in Gebieten mit Ortsbildschutz müssen auch in Zukunft Fenster mit Holzrahmen haben. Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde der Gemeinde nicht eingetreten. Diese hat sich gegen einen entsprechenden Entscheid des St. Galler Baudepartements gewehrt.

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ST. GALLEN. Altstättens Kulturbauten und Gebäude in Gebieten mit Ortsbildschutz müssen auch in Zukunft Fenster mit Holzrahmen haben. Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde der Gemeinde nicht eingetreten. Diese hat sich gegen einen entsprechenden Entscheid des St. Galler Baudepartements gewehrt.

Der Stadtrat von Altstätten hatte Anfang 2009 entschieden, die Materialauswahl bei Fenstern an sensiblen Gebäuden zu öffnen. Die kommunale Schutzverordnung aus den 1990er-Jahren lasse aufgrund des Interpretationsspielraums auch Kunststofffenster und Rahmen aus anderen Materialien zu, wurde die Liberalisierung begründet.

Die kantonale Denkmalpflege liess die Gemeinde jedoch vier Jahre später mit einem Schreiben wissen, dass Kunststofffenster bei Schutzobjekten geltendes Recht verletzten. Der Stadtrat blieb bei seinem Standpunkt, worauf die Denkmalpflege beim Baudepartement eine aufsichtsrechtliche Anzeige einreichte. Dieses hob den Entscheid des Stadtrats auf. Und auch das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen hatte kein Gehör für Altstättens Fensterregelung.

Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde der Kleinstadt nicht eingetreten. Erst ein konkreter Einzelfall kann zur Prüfung bis vor Bundesgericht gezogen werden. (sda)