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KANTON ST.: Ein «schwer beeindruckter» Beat Tinner

Gallen Mit einem Baukredit von 48,6 Millionen Franken soll das Theater St. Gallen erneuert und erweitert werden. Am Mittwoch warb das kantonale Pro-Komitee für ein Ja in der Abstimmung vom 4. März.

SP-Fraktionspräsident Peter Hartmann (SP) bringt Bühnenerfahrung als Tellensohn mit. Thomas Schwager, Präsident Grüne, kennt das Theater St. Gallen seit 48 Jahren und sieht in der Lüftung kein Ruhmesblatt für den Kanton St. Gallen, «eine der ältesten Anlagen der Schweiz». GLP-Präsidentin Sonja Lüthi, dem Pro-Komitee bereits vor ihrer Wahl zur Stadträtin beigetreten, spricht gleichwohl von einem der profiliertesten Kulturbetriebe im Kanton St. Gallen mit einer Ausstrahlung weit über die Landesgrenzen hinaus. «Es ist das einzige ständig betriebene Theaterhaus zwischen Zürich und Innsbruck, das Oper, Musical, Schauspiel und Tanz zeigt.» FDP-Fraktionspräsident Beat Tinner war schon als Student von der Architektur des Architekten Claude Paillard «schwer beeindruckt». Und CVP/GLP-Frak­tionspräsident Andreas Widmer ist optimistisch, nach einem Volks-Ja am 4. März im Jahr 2020 mit der Renovation zu beginnen (Bauzeit: zwei Jahre). Selten einhellig wirbt das überparteiliche Pro-Komitee «Ja zum Theater. Ja zum Standort Kanton St. Gallen» für die Sanierung des 1968 eingeweihten Theatergebäudes. Der Kantonsrat nahm mit Ausnahme der gespaltenen SVP den Kredit in der Septembersession geschlossen mit 83:19 Ja und 12 Enthaltungen deutlich an. Mit dem Ratsreferendum kommt es am 4. März nun zur Urnenabstimmung.

Drittgrösstes Publikumstheater

Das Theater St. Gallen bringt jede Spielzeit über 20 Neuinszenierungen heraus und wird bei rund 450 Vorstellungen (davon etwa 40 auswärts) von über 150000 Zuschauern aus dem ganzen ­Bodenseeraum besucht. Damit steht es nach dem Opernhaus Zürich und dem Theater Basel an dritter Stelle aller Schweizer Theater.

Am 17. Februar ist die Welt-Uraufführung des Musicals «Matterhorn» angekündigt, eine Co-Produktion mit den Thunerseespielen. Das Theaterhaus weist seit Jahren eine konstante Auslastung von 75 Prozent und mehr aus, ein Spitzenwert in der Branche. Das gilt auch für den Selbstfinanzierungsgrad von einem Drittel.

Das von rund 200 Personen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik breit abgestützte Pro-Komitee will das Theater wieder «fit machen für einen zeitgemässen Betrieb». Platz­probleme in den Maskenräumen, Künstlergarderoben und Werkstätten würden mit einer «angemessenen Erweiterung» gelöst. Für das Komitee ist klar, dass es keine Alternativen zur Sanierung gibt. Die Kosten für einen Neubau an einem neuen Standort ­lägen mit geschätzten 130 bis 150 Millionen Franken um ein Mehrfaches höher.

Christoph Zweili

christoph.zweili@tagblatt.ch

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