KANTON ST.: 1170 neue Kantischüler

Gallen 52 neue Klassen starten am Montag an den Mittelschulen. Durch Umteilungen von Schülern lassen sich Millionen sparen.

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Am kommenden Montag startet das neue Schuljahr an den sechs st. gallischen Mittelschulen mit 1170 neuen Schülerinnen und Schülern. Sie übernehmen den Platz der 1061 Schülerinnen und Schüler, die im Juli 2017 die Mittelschule abgeschlossen haben und ihr Maturitäts- oder Abschlusszeugnis entgegennehmen durften. Die Neueintretenden profitieren von einem erweiterten Angebot, das nicht nur die neue Informatikmittelschule, sondern auch neue Ausbildungsrichtungen im Gymnasium und in der Fachmittelschule umfasst. Dies schreibt die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen in einer Mitteilung.

Die sechs staatlichen Mittelschulen – die Kantonsschulen am Burggraben St. Gallen, am Brühl St. Gallen, Heerbrugg, Sargans, Wattwil und Wil) erwarten zum Schulstart erneut mehr als 4400 Schülerinnen und Schüler. 1170 davon sind Neueintritte. Damit liegt die Zahl der Neueintritte im Rahmen der Vorjahreszahlen, als 1236 Schülerinnen und Schüler ihre Mittelschulkarriere starteten.

Klassenbestände pendeln sich nach Probezeit ein

Die neuen Schülerinnen und Schüler verteilen sich auf 52 Klassen. Die relativ hohe Zahl von 22,5 Schülerinnen und Schülern pro Klasse wurde dadurch erreicht, dass rund 90 Schülerinnen und Schüler an andere Schulorte oder in andere Schwerpunktfächer umgeteilt wurden. Durch diese Massnahme, die das Bildungsdepartement verfügen kann, lassen sich auch dieses Jahr sechs Klassen oder rund zehn Millionen Franken über die vierjährige Ausbildungsdauer einsparen. Eine zusätzlich gebildete Klasse an einer Mittelschule würde Kosten von jährlich rund 480000 Franken verursachen. Da erfahrungsgemäss nach der Probezeit wieder Abgänge zu verzeichnen sind, pendeln sich die Klassenbestände während des ersten Schuljahres auf etwas tieferem Niveau ein.

Neue Informatik- mittelschule startet

Ein neues Angebot ist die Informatikmittelschule. In diesem Lehrgang streben ab nächster Woche 32 Schülerinnen und Schüler an den Kantonsschulen am Brühl St. Gallen und Sargans einen Abschluss als Informatiker oder Informatikerin mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und eine kaufmännische Berufsmaturität an. Ein vergleichbares, ebenfalls neues Angebot mit technischer Berufsmaturität bietet die Berufsfachschule in Rapperswil an.

Neben der Informatikmittelschule werden weiterhin die Lehrgänge Gymnasium, Fachmittelschule und Wirtschafts­mittelschule geführt, schreibt die Kanzlei weiter. Das Gymnasium ist nach wie vor der mit Abstand am häufigsten gewählte Lehrgang. 904 der 1170 neuen Schülerinnen und Schüler (77 Prozent) treten in eine der 40 neuen Gymnasialklassen ein. Fast ein Drittel davon strebt eine zweisprachige Maturität Deutsch-Englisch an. Diese Schülerinnen und Schüler können davon profitieren, dass die teilweise in Englisch unterrichteten Klassen im neuen Schuljahr auf weitere Schwerpunktfächer erweitert werden. So ist es nun an einzelnen Schulen möglich, auch in den Schwerpunktfächern Italienisch, Musik und Bildnerisches Gestalten eine zweisprachige Maturität zu erwerben. Bisher wurden zweisprachige Lehrgänge in den Schwerpunktfächern Mathematik-Naturwissenschaften, Latein, Spanisch sowie Wirtschaft und Recht angeboten.

Neuer Lehrgang im Bereich Kommunikation

Eine weitere Neuerung bildet das Berufsfeld Kommunikation und Information an den Fachmittelschulen. Das Berufsfeld rundet die bisherige Angebotspalette Pädagogik, Gesundheit, Soziales und Bildnerisches Gestalten ab. Der neue Lehrgang Kommunikation und Information bereitet nicht nur auf Kommunikations- und Informationsstudiengänge an Fachhochschulen vor, sondern vermittelt auch berufliche Praxis in den Bereichen Medien, Information und Werbung. Insgesamt haben sich 191 Schülerinnen und Schüler für eines der fünf Berufsfelder der Fachmittelschule angemeldet.

45 Schülerinnen und Schüler, die neu die Wirtschaftsmittelschule besuchen, runden das Bild der Neueintritte in die Mittelschulen ab. (pd)