Kanton bezeichnet die Kesb-Aufsicht als funktionierend

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Kanton St. Gallen Die Staatswirtschaftliche Kommission prüft jedes Jahr die Amtsführung der Regierung, der Staatsverwaltung und der Anstalten. Fokussiert hat sie sich dieses Mal auf die Aufsichtspflicht des Kantons über die Kesb, die Aufgabenteilung im Asylwesen sowie den Bereich Jagd, Forst und Landwirtschaft.

Im Jahr 2013 wurden aus den 76 Vormundschaftsbehörden neu neun regionale Fachbehörden. Diese Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) seien trotz kurzer Vorbereitungszeit professionell aufgebaut worden, stellt die Staatswirtschaftliche Kommission unter dem Vorsitz von Kantonsrat Felix Bischofberger, Thal, in ihrem Prüfungsbericht nun fest. Die Zusammenarbeit zwischen den kantonalen Behörden und den Kesb funktioniere, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei. Der Kanton komme ausserdem seiner Aufsichtspflicht nach. Eine gute Grundlage dafür bildet laut der Kommission das Aufsichtskonzept aus dem Jahr 2015.

Die Staatswirtschaftliche Kommission ist indes der Meinung, dass der Kanton bei den Kesb vermehrt als Koordinationsstelle agieren soll. Sie unterstützt deshalb die Empfehlungen der Experten von Interface, welche die Kesb im Kanton St. Gallen evaluiert hatten. Es liege aber am Kantonsrat zu entscheiden, ob und welche zusätzlichen Kompetenzen die kantonale Aufsicht erhalten soll. Ziel sollten eine bessere Koordination, eine höhere Qualität und standardisierte Verfahren und Instrumente sein.

Zufrieden zeigt sich die Staatswirtschaftliche Kommission mit den Bereichen Jagd, Forst und Landwirtschaft, die seit einigen Jahren alle dem Volkswirtschaftsdepartement angehören. (wo)

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