Kampf um Restmandate verspricht Hochspannung

REGION. Obwohl die Werdenberger Parteien in den vergangenen Tagen grösstenteils das Geheimnis um ihre Listenzusammensetzung für die Kantonsratswahlen gelüftet haben, hat sich die Ausgangslage personell noch nicht überall geklärt. Trotzdem lässt das Ergebnis von 2012 am kommenden 28.

Hanspeter Thurnherr
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REGION. Obwohl die Werdenberger Parteien in den vergangenen Tagen grösstenteils das Geheimnis um ihre Listenzusammensetzung für die Kantonsratswahlen gelüftet haben, hat sich die Ausgangslage personell noch nicht überall geklärt. Trotzdem lässt das Ergebnis von 2012 am kommenden 28. Februar eine spannende Wahl erwarten.

Enger Kampf um Restmandate

Denn vor knapp vier Jahren ging es im Werdenberg bei der Verteilung von zwei Restmandaten äusserst eng zu und her. Nachdem die grossen Vier (SVP 2, FDP 2, SP 2 und CVP 1) ihre Vollmandate im trockenen hatten, erhielten die EVP und die SVP die beiden Restmandate zugesprochen. Dabei ging es um das letzte Mandat knapp zu und her. 350 Listenstimmen fehlten der FDP, 450 der SP und der CVP für jenen Sitz, den die SVP erobern konnte.

Der Vorsprung der EVP für ihren einzigen Sitz war mit fast 1200 Stimmen scheinbar komfortabel. Doch Stimmenzuwächse in dieser Grössenordnung sind der SVP, FDP und SP zuzutrauen. FDP und SP werden so für die EVP zu direkten Konkurrenten um ein Restmandat. Denn es ist zu erwarten, dass die SVP ihr Restmandat halten kann, vielleicht sogar in ein Vollmandat verwandelt. Für einen zusätzlichen Sitz müsste sie ihren Stimmenanteil aus dem Jahr 2012 aber von 24 Prozent auf deutlich über 30 Prozent steigern, was nicht realistisch scheint.

Schlechte Karten für Kleine

Während die «kleine» EVP es 2012 schaffte, den Grossen wie schon 2008 ein Mandat wegzuschnappen und ihren Sitz zu verteidigen, blieben die beiden anderen antretenden Kleinparteien Grünliberale (GLP) und Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) weit von einem Sitz entfernt.

Die Kleinstparteien wie EDU, Grüne, Grünliberale oder BDP haben im Alleingang also schlechte Karten. Das Verbot von Listenverbindungen zwischen unterschiedlichen Parteien bei den Kantonsratswahlen senkt ihre Chancen massiv. Der Ausweg liegt in gemeinsamen Listen. Und da hat sich in den vergangenen Wochen doch einiges getan. ? DIE DRITTE