Jugendliche wollen es wissen

In der Region starteten am Mittwoch zum 5. Mal die Fitna-Techniktage. 264 Schüler werden in über 30 regionalen Firmen Einblick in technische und naturwissenschaftliche Berufe gewinnen.

Heidy Beyeler
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Bei den Elektronikern wurde es handwerklich. Theorie ist das eine – Feinstarbeit wie bei Uhrenmachern ist eine Herausforderung. (Bild: Heidy Beyeler)

Bei den Elektronikern wurde es handwerklich. Theorie ist das eine – Feinstarbeit wie bei Uhrenmachern ist eine Herausforderung. (Bild: Heidy Beyeler)

BUCHS. An insgesamt drei Mittwochnachmittagen bieten Firmen aus dem Werdenberg, Liechtenstein und Sarganserland Schülern und Schülerinnen Seminare an, bei denen sich die Jugendlichen im Alter ab zwölf Jahren auf Entdeckungsreise begeben können. Nicht nur das. Sie gewinnen dabei nicht nur viele neue Erkenntnisse – sie nähern sich einer ebenso unbekannten Berufswelt. Das öffnet ihnen neue Perspektiven für ihre zukünftige Berufswahl.

Positive Aspekte

Die Fitna-Techniktage wecken bei den Jugendlichen grosses Interesse. Das ist der erste Schritt, um sich mit dieser oder jener Materie vertiefter zu befassen. Man kann aber auch sagen, dass Jugendliche da und dort erkennen müssen, dass sie bei der Vorstellung von diversen technischen und naturwissenschaftlichen Berufsbereichen einer Illusion verfallen sind. Das hat aber durchaus positive Aspekte.

Für einige der elf Schüler, die beim Buchser Unternehmen Solve GmbH einen interessanten Mittwochnachmittag erlebten, stand fest: «Nein, das wäre nichts für mich.» Es gab aber auch solche, die es sich vorstellen könnten, in diese Richtung die Berufswahl zu treffen; und für zwei Schüler war es schon ziemlich klar, dass sie sich einen Beruf in Richtung Elektronik beziehungsweise Informatik sehr gut vorstellen könnten.

Spannend schon, aber…

Obwohl die Solve GmbH kein eigentliches Produktionsunternehmen ist, wie Marlene Marty, Marketing und Verkauf, bei der Begrüssung der Jugendlichen klarstellte, war es so, dass sich die Jugendlichen aktiv und kopfmässig einbringen müssen. Die Schüler hatten die Wahl, sich den Elektronikern zuzuwenden – oder sich für die Informatik zu entscheiden.

Die Jüngeren wählten mehrheitlich Informatik. Wahrscheinlich fanden es einige einfach «easy», mit dem Computer herumzumachen. Weit gefehlt. Sie mussten sich ins Zeug legen und für die Pingpong-Leuchten eine Software programmieren. Ja, hallo, das ist etwas ganz anderes als sich mit Computerspielen zu vergnügen.

Pingpong und Intervalle

Bei den Elektronikern war das etwas ganz anderes. Sie mussten sich nicht nur auf handwerkliche Feinarbeit einstellen, sie mussten ihre Mathematikkenntnisse zücken und da kam auch noch Physik ins Spiel. Das war alles nicht so einfach. Immerhin hatten sie die Aufgabe, irgendwelche Lötarbeiten auf einer Mini-Leiterplatte – auch Platine genannt – millimetergenau zu verrichten, damit die Pingpong-Leuchte auch funktionieren kann. Aufgrund einer korrekten Programmierung der Informatiker und einem sauberen Verlöten an der richtigen Stelle von Seiten der Elektroniker musste die Pingpong-Leuchte in den gewünschten Farben und Intervallen blinken.

Am Schluss des anspruchsvollen Workshops bei der Buchser Firma waren alle elf Teilnehmenden glücklich, weil sie eine funktionierende Pingpong-Leuchte mit nach Hause nehmen durften und diese als Erinnerung auf ihr Nachttischchen stellen können.