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«Jugendliche suchen Grenzerfahrungen»

Buchs «Jugendlicher Leichtsinn», damit erklärt sich Kapo-Sprecher Hanspeter Krüsi, wieso am Samstag ein 14-Jähriger auf einen Güterwaggon kletterte. KOJ-Abteilungsleiter Markus Büchel sagt, dass Jugendliche Grenzerfahrungen und Risiko suchten. «Es geht darum, seinen Rang in einer Gruppe zu finden.» Man testet Grenzen, um sich besser einordnen zu können. Bei Buben werde die Rangordnung über das Physische ausgemacht. Mutproben oder Wettbewerbe seien hier ein Thema. Bei den Mädchen laufe die Grenzensuche mehr über das Psychische ab. Hier sind Klatsch und Tratsch oder Mobbing eher ein Thema, so Büchel.

Beim Unfall vom Samstag geht Büchel davon aus, dass die Jugendlichen wussten, dass sie etwas Verbotenes machen. Sie waren sich der Gefahr bewusst, herunterzufallen, wohl aber nicht, von einem Stromschlag getroffen zu werden.

«Die Jugendlichen leben mehr im Moment. Sie können Konsequenzen schwieriger abschätzen als Erwachsene», so ­Büchel. Das liege daran, dass ihr Hirn noch nicht fertig ent­wickelt sei. Ausserdem stünden sie selber mehr im Zentrum. Das könne man nicht verhindern und sei wichtig für ihre Ent­wicklung. «Man kann und darf die Jugendlichen des­wegen nicht einsperren oder mit zu vielen ­Verboten ­eindämmen.» Wichtig sei, dass man den Jugendlichen Raum gebe, sich in einem ­sicheren ­Rahmen auszutoben, sich mit ­anderen zu messen und begleitet Konflikte auszu­tragen, so Büchel weiter. Aus­toben und messen können sich die Jugendlichen beispielsweise beim vom KOJ unterstützten Streetsoccer. (ag)

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